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Dieses Grundgesetz, das nach Vollendung der Einheit und Freiheit Deutschlands für das gesamte deutsche Volk gilt, verliert seine Gültigkeit an dem Tage, an dem eine Verfassung in Kraft tritt, die von dem deutschen Volke in freier Entscheidung beschlossen worden ist.
Artikel 146, GG

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Gerd-Lothar Reschke:
Selbsterkenntnis und die Erfahrung der Leere.
Logbuch 3.2006 – 12.2006


Engelsdorfer Verlag,
606 Seiten, 28,00 Euro,
ISBN 978-3-86703-016-8

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Der Betrug wird offenkundig

Mit dem Bankrott der griechischen Staatsanleihen (und dem damit unmittelbar drohenden Bankrott des gesamten griechischen Staates), der in einen Bailout mündet, der zu einem großen Teil vom deutschen Steuerzahler getragen werden muß, trifft genau das ein, was ich vor fast zwei Monaten vorausgesagt habe:

Um den Hintergrund zu verstehen, ist es wichtig, meine Grundsatzartikel (Hauptseite links) gelesen und am besten auch die Videos gesehen zu haben. Daraus ergibt sich nämlich die weitere Entwicklung der kommenden Monate und Jahre mit mathematischer Zwangsläufigkeit, und zwar als unmittelbare Folge des herrschenden Geldsystems eines legalisierten, ungedeckten Falschgeldes. Der Leser macht sich damit auch völlig unabhängig vom ständigen Lügen- und Propaganda-Trommelfeuer der Politiker und der Mainstream-Medien und kann durch kluge Umschichtung seiner Guthaben rechtzeitig vorbeugen.

Vor nicht allzu langer Zeit sollte uns dort ja die deutsche Kanzlerin noch als Bewahrerin der Geldwertstabilität und der Interessen deutscher Bürger präsentiert werden. Auf der linken Seite des politischen Spektrums, wo offenbar nicht einmal mehr ein Mindestmaß an Einsicht in wirtschaftliche und finanzielle Gesetzmäßigkeiten vorausgesetzt werden kann, wird weiter ins Horn der Europagläubigkeit gestoßen und den Staaten die Potenz zu beliebiger weiterer Geldschöpfung aus dem Nichts beigemessen: dort meint man, mit Konjunkturprogrammen, Lohn- und Gehaltserhöhungen, Steuererhöhungen, Abkassieren irgendwelcher "Reichen" (die sich längst dem Zugriff der deutschen Finanzämter entzogen haben), also Abkassieren der (noch) verbliebenen Leistungsträger des Mittelstandes und durch beliebige weitere Bailouts oder "Verstaatlichungen" ständig Werte aus dem Nichts entstehen lassen zu können, also sozusagen staatlicherseits Wunder wirken und aus Wasser Wein machen zu können. Das beschworene Prinzip der europäischen "Solidarität" meint nichts anderes, als daß die, die etwas leisten, für die mitzuarbeiten haben, die nichts leisten — daß alle in einem Boot sitzen und automatisch füreinander einzustehen haben. Also Währungsgemeinschaft als Gemeinschaft der Wertetransfers, oder kurz: der Ausnutzung und Übervorteilung. Aber selbst in privaten Gemeinschaften von Individuen wird und kann nicht ständig der, der arbeitet, für den zahlen, der Geld verpraßt.

Der Bailout der Griechen ist in mehrerlei Hinsicht exemplarisch: Einmal wegen der eben erwähnten Methode, ungleiche Lebensweisen füreinander aufkommen zu lassen, also eine automatische Umverteilung vom Soliden hin zum Unsoliden zu etablieren. Zweitens wegen des offenkundigen Verstoßes gegen die eigenen Gesetze und Verträge (nach denen innerhalb der Eurozone jedes einzelne Land selbst für seine Stabilität zu sorgen hat und gegenseitige Haftung ausgeschlossen ist — wie auch vom Bundesverfassungsgericht anläßlich der Klage gegen die Euro-Einführung ausdrücklich festgehalten; siehe auch FAZ: "Solidarität bewährt sich in der Solidität"). Drittens wegen der Schaffung eines Modellfalls, dem weitere folgen werden. Länder wie Deutschland werden damit automatisch auf das Wohlstandsniveau der Ärmeren und weniger Leistungsbereiten herabgezwungen und als Melkkühe mißbraucht. Aber am wichtigsten ist immer, zu sehen, wie im Hintergrund die verborgene Logik des Fiatgeldes und des Kreditwesens arbeitet: sind doch die am stärksten verschuldeten Staaten zugleich direkt mit den Gläubiger-Banken in Ländern wie Deutschland, Frankreich oder der Schweiz verknüpft, so daß bei Zahlungsunfähigkeit im Endeffekt genau diese Instanzen direkt betroffen wären. Womit wir wieder bei der Endinstanz jeden Bailouts in diesem Geldsystem angelangt wären: dem Steuerzahler, der die jeweiligen "Too big to fail"-Banken seines Landes zu retten hätte. Während sich die Bankiers selbst weiterhin am Geldfluß bereichern und ihr Schäfchen ins Trockene bringen könnten.

Aber auch ohne daß die Bürger unseres Landes diesen verborgenen Umverteilungstrick verstehen, wird in diesen Tagen das Ausmaß des Betrugs (durch ungedecktes legalisiertes Falschgeld; hier: der Euro) offenkundig. Indem sie zum ersten Mal merken, wie dreist und ungerecht sie zur Kasse gebeten werden. Und wie heuchlerisch sich so gut wie alle ihrer in den Parlamenten sitzenden Politiker verhalten, die weder ein Problem haben mit dem Verheizen ihrer Wähler in einem absurden Krieg, noch ein Problem mit dem ungenierten Abkassieren ihrer Wähler in Höhe von Milliarden und Billionen. Noch sind sich viele gar nicht bewußt, wie stark ihr Geld bereits an Wert verloren hat und daß ihre Ersparnisse soeben im Begriff stehen, immer schneller dahinzuschmelzen. Denn der Eurokurs in Relation zum Dollar ist nur deshalb optisch tolerierbar, weil der Dollar aufgrund der ständigen Inflationierung durch die FED ebenfalls permanent an Wert verliert. Erst beim Vergleich mit ansonsten geringschätzig belächelten Währungen der Dritten Welt zeigt sich das wahre Ausmaß der Euro-Entwertung, das bereits Größenordnungen von 10-20% erreicht hat und mit den kommenden Bailouts weiterer Staaten wie Portugal, Irland, Spanien oder Italien weiter zunehmen wird.

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