Der Kollaps nimmt Fahrt auf
Jetzt geht es sogar noch schneller: Inzwischen bahnt sich nicht nur der Kollaps des Euro, sondern der gesamten Eurozone an. Denn die verantwortlichen deutschen Politiker werden Deutschland offenbar mit in denselben Abgrund steuern, der sich unter den am meisten verschuldeten Nationen (Griechenland, Portugal, Spanien, Italien und Irland) bereits unwiderruflich aufgetan hat. Was natürlich völlig unsinnig und durch richtige Politik auch vermeidbar wäre — außer man opfert das eigene Volk einem pervertierten europäischen Einheitsgedanken. Im Grunde wird aber genau dieser europäische Gedanke in diesen Tagen zu Grabe getragen: von der Stabilitätsunion zur Transferunion, von der Transferunion zur Schuldenunion, von der Schuldenunion zur Bankrottgemeinschaft.
Daß auch wir nun in diesen Bankrottsumpf hineingezwungen werden, hätte ich erst viel später erwartet. Die "Solidarität", aber sicher auch enormer außenpolitischer Druck auf die deutschen Umfaller, erzwingt dies offenbar bereits jetzt. Hierdurch beschleunigt sich dann aber auch der Zusammenbruch des Falschgeld-Kartenhauses. Was wir erleben, ist nicht nur ein Bailout, sondern bereits der Offenbarungseid: Es ist nichts mehr da, alles wurde schon ausgegeben, die Schulden sind nicht rückzahlbar, ergo: auch Staaten können, genau so wie Firmen oder Einzelunternehmer, bankrott gehen.
Die Politik meint, sie könne an diesen Gesetzmäßigkeiten des Marktes noch etwas mit Gewalt ändern — sie denken, sie könnten es auf eine Machtprobe ankommen lassen (wie Politiker ja meistens gewohnt sind zu denken, wenn sie sich einbilden, immer noch die volle Kontrolle über die Situation zu haben; das dachte Hitler auch, als die gegnerischen Truppen kurz vor Berlin standen, und begann laut zu toben). Man will dem Markt zeigen, wer der Stärkere ist. Ich schlage vor, sie lassen ihre Panzer gegen "den Markt" auffahren und jeden verhaften, der die Schulden als Schulden und nicht als Geld und Guthaben auffaßt. Oder sie lassen ihre Panzer gegen die Mathematik rollen — wie wäre denn das?
De facto läuft das Einspringen Deutschlands jetzt darauf hinaus, daß mit einem noch einigermaßen aufrecht stehenden Teil des Kartenhauses ein anderer, bereits einbrechender Teil gestützt werden soll. Die Gesetzmäßigkeiten des Falschgelds erzwingen jedoch, daß der einmal begonnene Flächenbrand, bei dem Nichtdeckung weitere Guthaben vernichtet, immer weiter um sich greift — solange noch irgendwo etwas Brennbares zu finden ist.
Die deutsche Öffentlichkeit versteht das in der Masse, wie ich gestern schrieb, leider noch nicht einmal in Ansätzen. In den Einkaufszonen der Innenstädte tummeln sich weiter die Passanten und geben Geld für allerlei Nutzloses und Unterhaltsames aus. Während die Guillotine bereits über ihren Köpfen schwebt. Die Situation ist an Absurdität nicht mehr zu überbieten.
Sie werden die Realität (daß gar nichts mehr da ist, außer ungedecktem Schuldgeld) erst zu spüren bekommen, wenn die Konsequenzen der europäischen Bankrott-Union auch sie direkt betreffen. Denn Konsequenzen werden unvermeidlich kommen, da nützt dann auch Zetern und Schreien nichts mehr.
Wir können nur hoffen, daß Sie als Leser unserer seit langem ausgesprochenen Empfehlungen früh genug reagiert und rechtzeitig vorgesorgt haben!
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