Wie geht es mit dem Euro weiter? - 2
Ich hatte gestern angekündigt, dazu mehr zu schreiben. Eichelburg sagt den Euro-Untergang für diesen September voraus. Ich hingegen halte mein Szenario 1 bislang für voll bestätigt. Die Wahrscheinlichkeit von Szenario 2 (baldiges Euro-Ende mit Währungsreform und Haircut) hingegen sehe ich weiterhin bei etwa 10 %.
Nun zu den Details: Alles hängt an der Bürgenkapazität von Deutschland. Das Berliner Regime wird die Bürgenrolle nicht abwerfen. Schließlich haben wir es nicht mit Volksvertretern zu tun, sondern mit Attrappen-Figuren, die für andere Auftraggeber arbeiten und in erster Linie den Vorgaben der USA sowie des Falschgeldsystems folgen. Dies drückt sich auch in der Verquickung mit verdeckten Netzwerken (Bilderberger, CFR, Atlantik-Brücke, Europa-Union usw.) aus, Netzwerken, die allesamt von Fädenziehern des außerdeutschen Interessenbereichs dominiert sind.
Um die Bürgenrolle loszuwerden, wäre eine 180-Grad-Wendung der gesamten deutschen Politik einschließlich der “Einheitsbreipartei”, die 100% der Parlamentssitze innehat, vonnöten. Wie sollte es dazu kommen? Es würde auf eine Revolution in diesem Land hinauslaufen. Dazu sehe ich zur Zeit nicht die geringsten Anzeichen. Mit anderen Worten: Deutschland geht “solidarisch” den Weg der PIGS-Staaten, und damit werden auch wir in den Staatsbankrott hineingerissen werden. Offen ist bloß der Zeitpunkt, und Prognosen, die auf kurzfristigen Totalcrash setzen, halte ich wie gesagt für voreilig. Am Endresultat ändert das aber nichts — ob früher oder später: der Kollaps ist unabwendbar; er ist inzwischen zwangsläufige Folge mathematischer Gesetzmäßigkeiten (denen sich auch die Politik, ob Schwarz/Gelb oder Rot/Grün nicht per Gesetzesbeschluß entziehen kann).
Eine offene Frage, der man näher nachgehen sollte, betrifft die Konsequenz der monströsen Bürgschaften. Es gibt Stimmen, die sagen, daß Deutschland nach dem allgemeinen, internationalen Totalcrash (von US-$ wie Euro wie auch allen anderen Papierwährungen) aus dieser Rolle einfach durch einseitige Vertragsaufkündigung aussteigen könnte. Das würde aber eine noch tiefgreifendere Revolution auf allen politischen Ebenen voraussetzen, als wir sie uns jetzt überhaupt vorstellen können. Nur ein völliger System-Reset, bei dem sämtliche Zivilisationen per Staatsneugründung und neuen Verfassungen von einem Nullpunkt aus neu starten würden, könnte es erlauben, daß Deutschland den Kopf wieder aus der Schuldenschlinge zieht. In jedem anderen Fall würde die Politik der Kanzlerin dieses Land auf Generationen zu Schuldsklaven abstempeln. Wir hätten dann eine Situation, die auffallend dem Ende des Ersten Weltkriegs gleicht, Stichwort “Vertrag von Versailles”. Bekanntlich mußten noch bis letztes Jahr die Altschulden aus dieser längstvergangenen Zeit abgestottert werden.
Warum kommt ein Staat nicht so einfach aus einer solchen Verpflichtung heraus? Weil sämtliche Staaten in bilaterale Geschäfte verwickelt sind. Schulden und Zahlungsansprüche auf der einen Seite sind mit komplementären Schulden und Zahlungsansprüche auf der anderen Seite ausbalanciert. Ein Staat, der sich von dieser Übereinkunft einseitig verabschieden würde, wäre kein Geschäftspartner mehr und müßte seine Wirtschaft in kompletter Isolation abwickeln — eine heutzutage völlig utopische Vorstellung.
Das Schlimme ist für uns Deutsche also nicht nur die ungeheure Ungerechtigkeit, die Merkels Politik der maßlosen, ins Astronomische gesteigerten Bürgschaftspolitik bedeutet, sondern hinzu kommt der Ausverkauf jeglicher hoffnungsvollen Zukunft unseres Landes.
Noch kurz eine Bemerkung zu den Beteuerungen der Kanzlerin, diese Bürgschaften würden keinesfalls auf reale Zahlungen hinauslaufen. So etwas zu behaupten ist der übliche Trick. Bürgschaften sind etwas Diabolisches, weil scheinbar zu Beginn gar nichts passiert. Man unterschreibt nur irgendein Papier, wird aber ansonsten nicht in Haftung genommen und braucht auch keinen Pfennig zu berappen. Geht der Schuldner aber bankrott, dann schnappt die Falle mitleidlos zu. Oft verhält es sich sogar so, daß der Schuldner am Ende besser dasteht als der Bürge, denn nur der Bürge wird ja de facto abkassiert.
Im Fall von Griechenland können wir den bevorstehenden Bankrott als gesichert annehmen — er ist nur noch eine Frage der Zeit. Ähnlich verhält es sich mit den weiteren Dominosteinen: Portugal, Spanien, Italien. Merkels Politik ist für Deutschland der “worst case”, eine wahre Katastrophe, denn er verstrickt unser Land ohne Not in einen Strudel aus Bankrott und Untergang. Und zahlen muß am Ende der deutsche Bürger. Auch die, die meinen, sie hätten ja sowieso nichts und nur die Reichen würden dann geschoren, werden sehr schnell merken, wie fatal sie sich geirrt haben. Wenn ihre Wahlfavoriten bislang SPD, Grüne und Linke lauteten, so werden sie plötzlich entsetzt feststellen, daß ausgerechnet dieses politische Lager am eifrigsten den Ausverkauf auch der Interessen des Kleinen Mannes betrieben hat. (Wie ich öfters betont habe: Geschichte wiederholt sich; wir hatten das alles schon, und zwar in der Weimarer Republik. Und welche Partei hat am Ende beim Kleinen Mann die meisten Unterstützer gefunden? Wer ist an die Macht gehievt worden? Eben nicht die Linken, sondern die Faschisten! “Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!”)
Fazit: Selbst ein früher Bankrott des bislang wohlhabenden Deutschland wäre ein besserer Fall als das Hinauszögern des allgemeinen Währungscrashs. Das Problem ist, daß nichts passiert: die Dringlichkeit fehlt! Denn die deutschen Bürger müssen, im Unterschied etwa zu den Griechen, noch keine herben materiellen Einbußen hinnehmen — dadurch verharrt das ganze Land weiter im Tiefschlaf. Deshalb demonstrieren hier nicht, wie etwa in Griechenland, in Ägypten, in Israel und in Spanien, Hunderttausende auf den Straßen und vor den Regierungsgebäuden. Das wird erst kommen, wenn die Menschen von den äußeren Umständen gezwungen werden, die bittere Wahrheit anzuerkennen: nämlich daß ihr Geld bereits vollständig fort ist und sie nur noch leere, wertlose Zettel in Händen halten. Die grausame “Kunst” unserer sehr speziellen Propagandaspezialistin, der obrigkeitsstaats-geschulten DDR-Funktionärin Angela Dorothea Kasner-Merkel-Sauer, besteht darin, diesen Zeitpunkt der bitteren Erkenntnis so weit wie möglich nach hinten zu verschieben. Wodurch dann die Stunde der Wahrheit nur umso fürchterlicher werden wird.
Als praktische Empfehlung sei unser altbekannter Rat wiederholt: So schnell wie möglich raus aus dem Euro, raus aus Papiergeldanlagen, Papiergeldfonds, aus allen papierenen Übereinkünften mit Banken, Versicherungen und vergleichbaren Finanzgesellschaften! Die Abwertung Ihres Vermögens und Ihrer Ersparnisse beschleunigt sich zusehends, und ebenso die Abwertung und Entwertung aller Versorgungs- und Vorsorgeansprüche, sei es Hartz-IV, seien es Renten, Pensionen, Lebensversicherungen, Riester, Rürüp und so weiter. Nur Sachwerte, bevorzugt Edelmetallanlagen (aber: entsprechend sicher organisiert), bieten noch ein Chance auf soliden Werterhalt. Alles übrige wird, wenn die Situation eskaliert und sofern nicht schon von der Geldentwertung aufgefressen, von der Staatskrake vereinnahmt und verschlungen werden und auf Nimmerwiedersehen verschwinden.


