Die Doppelstrategie des Falschgeld-Adels
Es tritt immer deutlicher zutage, daß das politisch linke Lager der stärkste Befürworter der Banken-Bailouts (“Rettungen” genannt) ist und damit am deutlichsten die Interessen der Grauen Eminenzen des Falschgeldsystems vertritt — und zwar in allen Staaten, sei es in den USA oder sei es in China, und natürlich auch in Europa.
Während sich die FDP in Richtung Öffentlichkeit, über ihren Parteivorsitzenden, mit einer Portion Realismus in Bezug auf Griechenland übt, verharrt der Rest, insbesondere die “linke” Opposition aus SPD, Grüne und Linke im TINA Modus (There Is No Alternative) und mutiert damit zu Systembewahrern, obwohl das Verfallsdatum des Systems nun bereits offensichtlich von den Finanzmärkten gekennzeichnet wird.
— Querschüsse-Blog, 13.9.2011
Ist das nicht paradox? Nur scheinbar. Wir müssen uns darüber im klaren sein, daß es zu jeder äußeren Seite auch eine komplementäre verdeckte Seite gibt. Es gibt immer eine Seite für die Öffentlichkeit und eine Seite für die Insider, eine Seite für die Masse und eine Seite für die Regierenden, eine Seite für die Konsumenten und eine Seite für die Produzenten. Das hat nichts mit Verschwörungstheorie zu tun, sondern ist eine simple Gesetzmäßigkeit, die überall im Leben gilt.
Das Falschgeldsystem ist eine Tatsache. Es stellt in unserer gegenwärtigen Situation die Grundlage dar für alle weiteren wirtschaftlichen Interaktionen. Das Geschickte an diesem System ist, daß es weder politisch “links” noch politisch “rechts” einzuordnen ist. Den Architekten dieses Systems ist es gelungen, so etwas wie ein “Regelwerk” einzuführen, das an die Stelle wissenschaftlicher Gesetzmäßigkeiten tritt. Bei diesem Regelwerk ist 1 + 1 nicht mehr = 2, jedenfalls scheinbar nicht mehr, sondern = 3 und mehr. 1 + 1 = 2 würde bedeuten, zwei Dollar (oder Euro) wären das Resultat der Summe von zwei angesparten oder erarbeiteten Werten in Höhe von einem Dollar/Euro. Hier aber kommt eine zusätzliche Wertillusion hinzu, die die Geldmenge erhöht und den gedeckten Wert verringert. Der Trick geht dann so: 2 Euro sind real, daraus machen wir 3, und 1 Euro geht an den Erfinder bzw. den Patentinhaber dieses Regelwerks. Wer mit diesem Geld rechnet, zahlt immer einen versteckten Tribut. (Wem das nun zu weit hergeholt erscheint, dem kann ich nicht ersparen, sich näher zu informieren, etwa indem er mein Buch liest. Er wird dann erkennen müssen, daß stimmt, was hier steht.)
Der eigentliche Clou ist nun aber, dieses Spiel geheim zu halten. Die Menschen dürfen das um keinen Preis merken, sonst fliegt der Trick auf! Sie würden dann nachfragen, wer die ‘Patentinhaber’ sind, die hier dauernd unsichtbar etwas abbekommen.
Bis heute ist der Trick immer noch weitgehend geheim. Und der Grund ist nicht etwa irgendeine Informationssperre und Geheimnistuerei. Sondern der Trick ist so gut, daß man ihn sogar vor Augen haben kann und ihn doch nicht durchschaut. Ich habe das mit David Copperfields Auftritten verglichen: da schaut auch jeder zu, und doch kommt keiner dahinter. Und dieser Trick hier ist nicht nur so gut wie diejenigen von Copperfield, sondern sogar noch besser. Die ‘Patentinhaber’ bleiben genauso unerkannt wie die Hilfsmittel, die Copperfield benutzt.
Während alle verlieren und Schulden über Schulden anhäufen — Staaten, noch mehr Staaten, Millionen Bürger, und immer noch mehr Millionen von Bürgern —, vergrößert sich das Guthaben der ‘Patentinhaber’ unentwegt. Das Regelwerk funktioniert also genau wie beabsichtigt. Und es ist weiterhin dem Blickfeld entzogen: das Falschgeldsystem ist kein Thema, sondern einzig und allein die Frage, wie man das fehlende Geld heranschaffen kann, ist das Thema.
Hiermit kommen wir nun zur Rolle, die der Sozialismus spielt. Er ist nämlich der zweite Teil der Doppelstrategie der ‘Patentinhaber’. Sozialismus und Falschgeld gehören unzertrennlich zusammen wie zwei siamesische Zwillinge. Würde man den einen töten, würde der andere ebenfalls sterben. Denn Sozialismus hält dem Falschgeldsystem auf geniale Weise den Rücken frei. Er ist die “öffentliche Schauseite” der versteckten Seite. Er ist die Verheißung der Gerechtigkeit im Lande der Ungerechtigkeit. Er ist die Verheißung der Gleichheit im Lande der Ungleichheit. Er ist das Werbeplakat der Produzenten für die Konsumenten. Er organisiert das Fußvolk für den Krieg des Tyrannen. Er unterhält die Masse, damit sie nicht versucht, den Thron des Herrschers zu erklimmen. Die Masse muß sich gleich fühlen, damit man sie übervorteilen kann. Denn wer aufstünde, der wäre auf einmal nicht mehr gleich — der stünde dann nämlich höher als seine Mitmenschen, würde diese überragen, würde sie klein aussehen lassen. Und wäre nicht mehr von den Regisseuren des Spiels abhängig, ergo für sie unkontrollierbar.
Der Sozialismus stellt die Spielwiese bereit für alle Möchtegern-Gutmenschen und Gerechtigkeitsliebenden. Seine Zutaten sind: Schulden, Steuern, Staatskrake, Moralkeule. Hier zählt nicht individuelle Leistung, sondern das Wohlergehen aller, auch der schmarotzenden Mitläufer. Um so eine Logik zu etablieren, muß Geld aus der Zentralbank kommen, nicht aus dem freien Markt. Funktionäre müssen an den Stellschrauben drehen und über Wert und Unwert entscheiden können, müssen den Griff der Gießkanne in Händen halten können, mit denen dann Wohlstand “für alle” ausgestreut werden kann. Genau deshalb braucht man zentralistische Einrichtungen zur Geldschöpfung und zur Schuldenaufnahme.
Die Hochfinanz kennt dieses Spiel genau — und das seit Jahrhunderten. Immer hat sie die Herrschenden mit den nötigen Papierschnitzeln ausgestattet und für nötigen Nachschub gesorgt. Könige hat sie genauso versorgt wie Kommunisten. Weil überall dieselben Schwächen das Denken und Handeln der Menschen bestimmen, fällt es ihr leicht, sich ins Spiel zu bringen. Sie ist der Drogenproduzent für den Süchtigen, der Unterhaltungschef der Massen.
Es fällt ihr nicht schwer, im Hintergrund die Fäden zu ziehen, denn das Spiel läuft auch von selbst wie geschmiert. Ins Spielcasino braucht man die Menschen nicht hineinzuprügeln; sie kommen gerne von selbst. Die Spielwiese wird durch Medien und Unterhaltung aufrechterhalten, außerdem für die eher intellektuellen Konsumenten durch falsche Ideale wie “eine Welt”, UNO und deren Organisationen, “Weltfrieden”, “Solidarität auf dem ganzen Planeten”.
Das Spiel funktioniert über die Dummheit der Menschen, die “immer nur das Gute wollen” und dabei leicht zu benutzen sind. Das anarchische Spiel der Natur, wo der Stärkere auch stärker ist und sich durchsetzt, wird als unmoralisch gebrandmarkt. Wer stolz, frei, selbstbestimmt, stark und damit ungleich ist, der muß zurechtgestutzt werden und hat sich schuldig zu fühlen.
Währenddessen sitzen die Regisseure des Spiels im Verborgenen und lachen sich ins Fäustchen über diesen Kindergarten.
Ist es nicht interessant, wie die SPD/Grüne/Linke jetzt in Deutschland das Geld der “Reichen” eintreiben will, um “Griechenland”, das ohnehin bankrott ist und nur Geld versenkt, weiter zu “retten”? Und daß die CDU (speziell Merkel) genau dasselbe will? Das eingetriebene Geld, die neuen Schulden, die immer noch höheren Schulden, die ganzen Milliarden und Billionen — wo gehen sie hin? Zu den Architekten des Systems, nicht zu “den Griechen”. Das System ist die perfekte Tretmühle, das ideale Hamsterrad. Eine Maschine, die Millionen Menschen zu Sklaven degradiert und Werte umverteilt.
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Wer zum Thema weiterlesen möchte:
- Falschgeldsystem vor dem Offenbarungseid: Deutschland kommt ins Endspiel, Roland Woldag, ef-magazin, 26.11.2009
- Parteien: Misteln im Baum der Sozialordnung, Roland Woldag, ef-magazin, 31.8.2011
- Parteien II.: Linker Keynesianismus versus rechte Wertewirtschaft, Roland Woldag, ef-magazin, 2.9.2011


