Euro oder Nicht-Euro, das ist hier NICHT die Frage
Die politischen Tagesdiskussionen rund um “Rettungsschirme”, Griechenland-Staatsbankrott oder -“Rettung” sowie um die kommende Bundestagsabstimmung führen allzu leicht dazu, sich ablenken und in unwichtiges Politgeplänkel hineinziehen zu lassen. Nichts gegen die Mitgliederbefragung, die Frank Schäffler zusammen mit Burkhard Hirsch in der FDP in Gang gesetzt hat, nichts gegen ein Hoffen auf deren Erfolg, nichts gegen das Abrücken von Rösler und Seehofer von der diktatorischen Merkel/Schäuble-Linie, auch nichts gegen die Anti-Euro-Demonstrationen des Stuttgarter Aktionsbündnisses für Direkte Demokratie! Für sich selbst gesehen handelt es sich hier um durchaus faszinierende Verschiebungen in der politischen Landschaft Deutschlands. Die Medien rücken zusehends von der verordneten Staatslinie ab, veröffentlichen Umfragen, nach denen die weit überwiegende Mehrheit der Deutschen die Verschuldungsorgie zugunsten der Euro-“Rettung” ablehnt. Wir könnten nun also Wetten annehmen, wie lange sich die aufgezwungene Unglückswährung Euro noch hält, ob es dann zum Austritt der Bankrottstaaten, zuerst also Griechenlands, kommt, und wie es danach weitergeht. Stabilisiert sich der Euro wieder, oder kommt es zum Nord-Euro, den z.B. Olaf Henkel befürwortet, oder kommt es gar zur D-Mark 2?
Wir können uns also die nächsten Wochen und Monate Tag für Tag mit derartigen Fragen beschäftigen, Stunde um Stunde die neuesten Nachrichten dazu verfolgen, einschließlich aller Diskussionen und klugen oder weniger klugen Traktate und Prognosen. Vielleicht gibt es auch noch ein paar neue YouTube-Videos mit Frank Meyer oder Dirk Müller zum Thema? Da hätten wir wieder etwas zum Anschauen und zum Nachdenken. Und während wir das alles tun, sind wir schon auf eine ganz simple Täuschung hereingefallen.
Es ist nämlich ganz egal, wie die ungedeckte Papierwährung heißt, die wir haben. Ob Euro, abgespeckter Euro, Nord-Euro, D-Mark 2 oder wie auch immer. Vielleicht gibt es ja sogar noch eine neue Weltleitwährung, basierend auf den Sonderziehungsrechten (SZR) des IWF. Vielleicht stecken dann noch die Chinesen mit ihrer eigenen Papierwährung mit drin, und der Planet erhält die ultimative ungedeckte Falschgeldwährung, kontrolliert von einem neuen Hinterzimmer-Kollegium der NWO bzw. der Globalisten. Womit dann wieder “der Weltfrieden” gesichert wäre, vor allem aber die internationalen Finanzmärkte. Es ist egal; es ändert nichts wirklich! Die eigentliche Thematik des Falschgeldsystems bliebe weiterhin komplett unberührt, nämlich: daß das Geld von zentralistischen Instanzen, von einem undemokratischen, anti-marktwirtschaftlichen Regime herausgegeben und kontrolliert wird, das weiterhin nach Belieben Geld drucken und damit die Menschheit weiterhin austricksen und steuern kann.
Und der eigentliche springende Punkt wäre immer noch vertuscht worden: Das Thema des ungedeckten Geldes bleibe weiterhin aus dem Bewußtsein der Öffentlichkeit ausgeblendet. Das ‘wahre Bankgeheimnis’ bliebe, was es nach dem Plan seiner Erfinder immer bleiben müßte: ein völlig hermetisches, wohlgehütetes Geheimnis.
Euro oder Nicht-Euro: mit solchen Fragestellungen und Diskussionen wie den obigen wird genau das erreicht. Griechenland-Rettung oder Nicht-Rettung: mit solchen Diskussionen wird genau das erreicht. Nächste Regierung Schwarz/Gelb oder Rot/Grün: mit solchen Diskussionen wird genau das erreicht. Wir hätten weiterhin das Kasperletheater der Scheindemokratie und des vorgegaukelten Parlamentarismus. Die Einheitspartei des Falschgeldsystems bliebe ungehindert an der Macht und würde weiterhin ihre 98-100 % der Stimmen bekommen. Versuchte Aufklärung zum wahren Charakter des Fiatgeldes könnte, insbesondere an den Bildungseinrichtungen des Staats, weiterhin als “Verschwörungstheorie” diskreditiert werden.
Wir können also nur zweierlei tun: Genau dieses Thema nach Kräften weiter verbreiten. Und außerdem abwarten und das Leben genießen. Denn sich jetzt dauernd von diesem tagespolitischen Geplänkel und von jedem Furz in den Medien die Lebenszeit und die Lebensfreude stehlen und zerstören zu lassen, macht es am Ende nur noch viel schlimmer. Dann sind wir in jedem Fall die Betrogenen. Behalten wir lieber unsere innere Abgeklärtheit und Besonnenheit — verhalten wir uns nicht wie Süchtige, die auf jeden Köder in den Nachrichten und den tagesnachrichten-lastigen Webplattformen anbeißen. Denn man kann nicht den Kopf mit diesem ganzen Zeug vollgestopft haben und gleichzeitig distanziert bleiben. Behalten wir daher lieber den Überblick über das, was wirklich wichtig ist. Das nenne ich: die Wertperspektive.


