Wieviel % meines Vermögens sollte in Edelmetallen angelegt sein?

Die typische Frage des typischen, von den Massenmedien gehirngewaschenen Anlegers. Lesen Sie sich bitte erst die Frage, dann die Antwort von Herrn Wolf von Markorakel.com durch; mein Kommentar dazu folgt weiter unten.

Sehr geehrter Herr Wolf,

wieviel % meines Vermögens sollte ich derzeit in Gold anlegen? Erfahrene Anleger behaupten 5 - 10, was auch bei mir zutrifft. Ist das in der derzeitigen Situation möglicherweise zu wenig? Ich besitze derzeit keine Immobilien und möchte das in den nächsten 2 Jahren auch nicht ändern. Wie sollte ich daher mein Portfolio aufbauen ?

Für eine Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar.
Mfg, R. 

Hallo R., liebe Leser,

obwohl ich diese Frage schon beantwortet hatte und auch schon darüber geschrieben hatte, komme ich noch einmal darauf zurück.

Solche Fragen bekomme ich sehr oft. Wenn man aber selbst schon jahrelang über Gold und Silber spricht, wundert man sich immer wieder über solche Fragen. Irgendwann hat man sogar keine Lust mehr solche Fragen zu beantworten oder wird sogar etwas pampig, wie in meinem Fall. Dabei übersieht man  aber allzu schnell die positiven Aspekte. Einmal das Vertrauen, überhaupt von anderen Menschen solche Fragen gestellt zu bekommen.
 
Das zweite, jeden Monat kommen 25-30% neue Leser hinzu. Der Blog wächst immer weiter. Daher kommen immer wieder neue Leute hinzu, die sich für Edelmetalle interessieren. Neue Leser, die noch gar nichts haben oder wissen, wie es geht. Ich habe sogar viele Leser, die sonst gar keinen Blog lesen, die auch keine Zeit haben, weil sie Unternehmen leiten, viele Termine haben, prominent sind, usw.
 
Andererseits möchte ich natürlich für die Alt-Leser da sein und nicht immer das gleiche schreiben.
 
Wir hatten in den letzten Wochen Videos und Beiträge prominenter Silber -und Goldanalysten veröffentlicht. Außerdem von Fondsmanagern und der Börse Stuttgart und Frankfurt.

Viele gehen von einem steigenden Preis für Edelmetalle aus. Manche sprechen von Parität Silber zu Gold. Wir bei Marktorakel können uns durchaus 1: 5 mindestens vorstellen. Wobei auch dann der Goldpreis ganz woanders ist. Wenn also Gold eines Tages bei 5000 USD steht, dann kann Silber bei 500 -1000 USD für eine Unze stehen. Oder noch mehr.

So eine Unze Silber bekommen Sie für unter 20 Euro die Unze, z.B. bei meinen Inserenten, rechts und links am Seitenrand.

Gold, welches noch 500%, 1000%, 2500% oder x-% zulegen kann, bekommen Sie ebenfalls bei unseren Partnern. Und zwar sicher und diskret. Alle sind top!

Wenn man solche Aussichten hat, sich nicht nur zu schützen, sondern auch solche Zugewinne möglich sind, dann sollte doch normalerweise so etwas wie Gier sich entwickeln. Bei einer Geldanlage wäre der Teufel los, oder bei einer Aktie. Die ganze Welt würde sich auf so etwas stürzen. Bei Gold und Silber, was noch für Ihren Vater selbstverständlich war, aber ganz bestimmt für Ihre Großmutter, versagen bei vielen die Instinkte.

Ist das so schlimm, wenn man einmal ein Investment hat, was man anfassen kann? Wo keine windigen Freaks ihre Hände im Spiel haben? Wo man sich selbst Gedanken über die Aufbewahrung machen muss?-Mal selbst Verantwortung übernehmen muss…für sein eigenes Geld. Gold- und Silber, das riecht nach Schweiß und Arbeit? 

Genau so muss auch ein ehrliches Investment riechen.

Mit diesen Perspektiven sollte also die Gewichtung sehr hoch sein, was Gold und Silber anbetrifft. Je älter Sie sind, je höher sollte der Anteil bei Edelmetallen und desto geringer bei Papiergeldanlagen sein. Denn je älter Sie sind, desto weniger können Sie sich Inflation leisten. Und desto weniger können Sie es durch steigendes Einkommen ausgleichen. 
Meine Empfehlung ist daher: Unter 30% Gold brauchen wir gar nicht zu reden, 20% sollte Silber sein. 20% Minenaktien. 

Bei den etwas reiferen Lesern, würde ich noch höher gewichtet in das Edelmetall gehen. Sie haben die große Chance, vor dem Alterseintritt ihr Vermögen nicht nur zu bewahren, sondern die historische Chance es noch einmal zu vermehren.

Tun Sie es dann auch!

Kann Gold und Silber noch einmal korrigieren? Ja, mehrfach noch, auf dem Weg nach oben. Noch teurer wird es aber, wenn Sie gar nichts haben.

Es gibt immer jemanden, der A) sagt, während ein anderer B) sagt. Auch am Wochenende schreibt der eine Analyst etwas von Korrektur, der andere vom kometenhaften Anstieg. Ist das aber nicht voll egal, wenn man solche Perspektiven vor Augen hat? 1-2 Euro mehr oder weniger bei Silber für eine Unze bezahlt?

Übrigens, man kann alles schlecht sehen, oder auch einmal, wie es ist. Nämlich alles gut. Silber vor Ausbruch zum Dreifach-Top: Ein Ausbruch zu neuen Höhen wäre aktuell die wahrscheinlichste Variante.

Herzlichst

Udo Wolf

Mein Kommentar dazu:

Ich finde es sehr gut zu lesen und angenehm mitzuverfolgen, wie rücksichtsvoll Udo Wolf auf das Anliegen des Fragenden eingeht und sich um eine sowohl informative als auch anteilnehmende Antwort bemüht. Ich kann so etwas leider nicht. Mir fehlt sowohl die Geduld als auch die Einfühlungsbereitschaft. Mich machen solche Fragen auch deshalb sehr wütend, weil sie offenbaren, was hier mittlerweile in unserem Land passiert, wie dumm die Menschen von den Medien und von interessierten Kreisen aus Banken und Politik gehalten werden, aber auch, wie dumm sie sich selbst dabei verkaufen, indem sie immer noch all dem, was an täglicher Propaganda und Desinformation auf sie einströmt, willfährig gehorchen und ihre Entscheidungen allein danach ausrichten. Wie kann man so dumm, hilflos, gläubig und unselbständig sein?

Ich bin immer noch nicht an dem Punkt, das nachvollziehen zu können. Deshalb verliere ich sofort die Geduld und werde dann ebenfalls das, was Wolf hier “pampig” nennt. Woraufhin man damit nun wiederum über 90% seiner Leser vergrault und bei denen gar nichts erreicht; man macht sich bei ihnen nur “unglaubwürdig”, denn sie sind ja gewohnt, nach dem säuselnden, einschmeichelnden Tonfall ihrer Fernsehmoderatoren oder nach dem besserwisserischen Geschwätz der Lügner aus Regierung und Bankenwesen zu gehen, die keinerlei Skrupel haben, irgendwelche haltlosen Behauptungen im vollen Brustton der Überzeugung zu präsentieren. Denen vertrauen sie voll und ganz. Aufklärungstexte wie bei Radio Reschke, die hauptsächlich dazu geschrieben wurden, um endlich mehr Licht ins Dunkel der umfassenden Desinformationen zu bringen, finden sie suspekt, lesen sie erst gar nicht und tun sie gar noch als interessegeleitet ab.

Nun ist der springende Punkt, den Wolf hier auch sehr gut erklärt, ja gerade der, daß diese Anleger durch ihr Verhalten schon dauernd Geld verloren haben und dabei sind, immer mehr Geld zu verlieren. Sie bestrafen sich durch ihre Mainstream-Gläubigkeit bereits in einem Maße, daß man es nur noch masochistisch und selbstschädigend nennen kann. Bei Gold hätten sie im letzten Jahr ca. 20% Gewinn gemacht, bei ihren anderen Anlagen (Tagesgeld, Fonds, Aktien, Immobilien) sind sie ungefähr auf null geblieben, ja haben z.T. sogar massiv eingebüßt. Würden die Leute wissen, wie hoch die reale, nicht die gefälschte Inflationsrate ist, dann wäre Panik sicher. Aber das wollen sie ja auch nicht wissen.

Mich erinnert das an die Lemminge von der Duisburger Loveparade. Bei solchen Kollektiven marschiert man selbst dann noch mit in den Abgrund, wenn einem alle Instinkte bereits zuflüstern, daß es zu nichts Gutem führen wird. Und warum? Weil man damit nicht alleine ist. Das Hauptmotiv solcher Menschen ist also noch nicht mal ihre körperliche Unversehrtheit, ihre Gesundheit oder (hier beim Geld) ihr Wohlstand, ihr Auskommen, ihre Zukunftssicherung und die Sicherung ihrer Familie und ihrer Kinder, sondern es ist — so schrecklich und abstoßend das auch klingt, wenn man es offen ausspricht: — ihre Mitläufer-Gesinnung. Das Wichtigste für sie ist, nicht selbst denken und entscheiden zu müssen, sondern Teil einer anonymen Masse sein zu dürfen. Da geht es ihnen gut; da fühlen sie sich sicher und geborgen. Da, meinen sie, wird optimal für sie gesorgt. Da brauchen sie keine Angst zu haben.

Daß es aber ebendiese Masse sein kann, die — wie in Duisburg geschehen — sie am Ende zu Boden drückt und ihnen die letzte Luft zum Atmen abschneidet, die sie dann zertrampelt und ihnen die Knochen bricht, das halten sie erst dann für möglich, wenn es schließlich passiert. Denn diese anonyme Masse hat an ihm, dem kleinen, dummen, gläubigen Mitläufer und Lemming, überhaupt kein Interesse.

Fortsetzung und Ergänzung im GLR-Blog

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