Gold- und Silber-Preisanstieg steht unmittelbar bevor
Ich hatte hier seit Wochen praktisch nichts mehr geschrieben. Weil alles, was passierte, genau dem entsprach, was ich schon vor mehr als einem Jahr, und vor allem in meinem Buch über das Falschgeldsystem, nicht nur beschrieben habe, sondern wo ich vor allem die dahinterstehende Logik aufgedeckt habe — und hat man die erst einmal verstanden, dann weiß man auch, wie es weitergehen wird. Das hat nichts mit Glaskugel-Hellseherei zu tun! Sondern es handelt sich um simple mathematische und logische Gesetzmäßigkeiten.
In den letzten Monaten hatte wir es nun mit der sogenannten “Euro-Krise” zu tun — “sogenannt” deshalb, weil auch diese Krise sich unmittelbar aus dem Zustand des Falschgeldsystems ergibt, und zwar zwangsläufig. Die “Euro-Krise” ist nun während dieser Zeit in den Medien breitgetreten worden, und wir konnten tagtäglich miterleben und zuschauen, welche Versuche die Regierungen und die Zentralbanken unternehmen, das Problem — eben nicht zu lösen, sondern zeitlich weiter vor sich herzuschieben. Die Crashpropheten haben sich dann mal wieder gewundert, daß es den Euro immer noch gibt, daß der große Crash immer noch auf sich warten läßt, daß die USA immer noch nicht offiziell ihren Bankrott erklären mußten, daß es noch immer nicht zu einer abrupten Hyperinflation gekommen ist usw. Die Fähigkeit der Täuschungsspezialisten, ein bereits im Sterben liegendes System weiterexistieren zu lassen, wird immer von neuem unterschätzt. Das liegt aber weniger an deren Intelligenz, denn es handelt sich nur um Reagierende, keine Problemlöser und erst recht keine positiven Visionäre einer neuen und besseren Finanz- und Wirtschaftswelt, sondern der eigentliche Grund für das scheinbar endlose Hinauszögern der endgültigen Katastrophe liegt im Beharrungsvermögen von derart gigantischen Konstrukten, wie es unser Wirtschafts- und Gesellschaftssystem nun einmal darstellt.
Bis solch ein Kontrukt seinen letzten Atem aushaucht, werden erst sämtliche noch verfügbaren Ressourcen geschröpft und ins Feuer geworfen, damit dieses noch ein bißchen länger brennt. Da findet sich immer noch etwas, das abgesogen und ausgenutzt werden kann, denn es stehen ja Millionen und Milliarden von Menschen dahinter, die tagtäglich ihre Arbeitskraft (und auch ihre Hoffnung, ihre Inspiration und ihren Lebenswillen) in dieses Konstrukt einbringen — selbst wenn es ihnen gar nicht bewußt ist, daß sie damit bloß schändlich ausgenutzt und, rechtlosen Sklaven gleich, unbarmherzig um ihr Glück und ihren Wohlstand geprellt werden. Die Geldkrake ist, wenn man diesen Vorgang etwas aus der Distanz und mit unvoreingenommen neutralem Blick mitansieht, fast schon ein Wesen hoher Intelligenz und ähnelt in ihrer ausgeklügelten Raffinesse, mit der sie sich fremde Leistungen zuführt, den biologischen Schmarotzern, die ebenfalls intelligenter erscheinen als die von ihnen angezapften Wirtsorganismen.
Aber bevor wir nun gar noch in Bewunderung vor dieser eben nur scheinbaren Intelligenz verfallen, die in Wahrheit genau dasselbe ist wie die scheinbare Klugheit eines Diebes, der zwar im ersten Moment seines Wirkens bessere Karten zu haben scheint als der Ehrliche und der Bestohlene, letztlich aber umso dümmer dastehen wird, sollten wir folgende Methode anwenden, um uns wieder den klaren, unbezwinglichen Fakten zuzuwenden: Wir erinnern uns an die grundlegende Gesetzmäßigkeit von Wert und Wert-Vortäuschung. Diese lautet, was Geld und Finanzwesen anbetrifft, ganz simpel: Wert-Vortäuschung hält nicht vor. Und: Galoppierende Zunahme von Wert-Vortäuschung hält noch viel weniger vor.
Die Instrumente der Regierungen und der Zentralbanken sind im Falschgeldsystem immer die gleichen, und selbst wenn Zeit gekauft werden und noch für ein paar weitere Monate oder Jahre etwas scheinbarer Wohlstand vorgetäuscht werden kann, so gilt dennoch: Schulden sind nicht Reichtum; auf immer höheren Schulden läßt sich kein Wohlstand bauen; und irgendwann bricht jedes derartige Schuldenkartenhaus zusammen.
Schauen wir uns nun also an, was die just wieder frisch in Gang gesetzten angeblichen Lösungen und Kuren für die Schuldenkrise sind: Man druckt noch mehr und noch schneller Geld.
Ebendieser Vorgang ist nach unserem “monetären Relativitätsgesetz”, wie ich es im Buch genauer erläutert habe, genau der Effekt, der für die komplementäre Seite der Schulden (=Wert-Vortäuschung), nämlich den Wert, einen Zuwachs bedeutet. Echte Werte können nur steigen! Es ist tatsächlich genau dasselbe wie bei einer Wippe: Sinkt die eine Seite, so steigt unweigerlich die Gegenseite. Gelddruckerei ist Gold- und Silberpreis-Anstieg.
Nur merken und kapieren das die wenigsten. Denn der Haupttrick der Systempropaganda (damit meine ich sämtliche das Papier-Falschgeldsystem stützenden und befürwortenden, und zwar bis 10 Sekunden vor dem Totalcrash umso vehementer befürwortenden Einheitsmedien unserer Zeit und Kultur) besteht darin, einen Nebel zwischen diesen direkten Zusammenhang zu schieben. Die Tatsache, daß Gelddrucken unmittelbar auf die echten und Sachwerte zurückwirkt, läßt sich durch vielerlei Ablenkungsmanöver verschleiern.
Wie diese Manipulationen genau ablaufen, wurde von anderen Web-Autoren bereits hervorragend illustriert und aufgezeigt (als Beispiele mögen Ziemann (Gold) und Der Klare Blick (Silber) ausreichen, weitere finden sich hier). Am wichtigsten finde ich jedoch, sich immer wieder die Grundgesetzmäßigkeit ins Bewußtsein zurückzurufen: daß es eben genau so sein muß, weil die betreffende Wippe immer zwei Seiten hat. D.h. man muß für sich selbst herausfinden, wo man sich positioniert. Wer das tut, der begeht die optimale Krisenvorsorge und steht auf der genau richtigen Seite. Gerade weil die Masse sich von den Betrügern einlullen läßt und Merkels Weihnachtsansprache wieder mal glauben wird (es gehen ja angeblich auch 50% der Deutschen an Heiligabend in die Kirche, weil ihnen das Glauben offenbar sehr entgegenkommt), wird die Wippe auf der richtigen Seite mit umso mehr Kraft nach oben befördert. Wer jetzt noch sagt, das sei “ungerecht”, der hat nun wirklich gar nichts verstanden…
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Lesetip zum verzweifelten Gelddrucken der Zentralbanken:
- Deus ex machina, Egon von Greyerz
Ludwig von Mises:
Es gibt keinen Weg, den finalen Kollaps eines Booms durch Kreditexpansion zu vermeiden. Die Frage ist nur, ob die Krise durch freiwillige Aufgabe der Kreditexpansion kommen soll, oder später zusammen mit einer finalen und totalen Katastrophe des Währungssystems.


