Keiser Report: Interview mit David Morgan zur Finanzkrise und zur Entwicklung des Silberpreises
In diesem Interview sagt David Morgan eine Verdoppelung des Silberpreises bis zum Ende des Jahres 2012 voraus.
Morgan erklärt diese Voraussage mit denselben Grundvoraussetzungen, wie sie hier bei wertperspektive.de immer wieder angesprochen werden: Reines Gelddrucken muß und wird die Preise der echten, von den Regierungen und Zentralbanken nicht fälschbaren Werte automatisch steigen lassen. Daran können auch zwischenzeitliche Manipulationen nichts ändern.
Morgan:
Ein Stück Papier kann auf Dauer nicht den Wert eines Stückes Gold aufwiegen. Diese Tatsache läßt sich auf Dauer nicht weglügen.
Weiter fährt er fort, daß die Leute, die Papier, also als Zertifikat, besitzen, mit denen ihnen ein Anrecht auf die Auslieferung physischer Edelmetalle versprochen wird, aufwachen werden. Und dieser Vorgang hat bereits begonnen.
Angesprochen wird auch der Bond-Markt (Staatsanleihen) als Hauptschlüssel des Finanzsystems. Da eben hier das “Luftgeld” herkommt (ungedecktes Geld in Form immer größerer Schulden, und das sind in letzter Instanz Staatsschulden), schnürt sich für das bisherige Finanzsystem auch an diesem Punkt die Schlinge immer mehr zu. Die Investoren, die den Braten riechen und wissen, daß die Ratings sinken müssen, werden nun nach und nach aus diesem immer unsicherer werdenden Markt verschwinden. Damit bricht die wesentliche Grundlage des Geldsystems zusammen. Am Ende bleiben nur noch die Zentralbanken, die diese Schulden aufkaufen werden — was nichts anderes als beschleunigtes Gelddrucken bedeutet und zur systematischen Zerstörung der Papierwährungen führen wird.
Morgan nennt die Zahl von 3,6 Milliarden US-$ pro Tag, die ohne Deckung neu gedruckt und ins Finanzsystem eingespeist werden. Und niemand von diesen Leuten hat eine echte Lösung für das Desaster.
Die Betrügereien hinter dem MF-Global-Bankrott werden weiteres Mißtrauen in Papierwerte säen und mehr Leute in den physischen Markt treiben.
Morgan:
Das System bricht vor unser aller Augen zusammen.


