ef-magazin in eigener Sache: Schließung des Kommentarbereichs

Das ist ja mal endlich eine gute Nachricht! Und eine exzellente Entscheidung, die außerdem in unserer Zeit auch noch als mutig zu gelten hat. (Denn, wie ich es auch am eigenen Leib erlebt habe: Das Totschwätzen und Vergiften ist leider gerade auch im Internet gang und gäbe und führt dazu, daß man auf den eigenen Seiten jedesmal eine Ladung stinkenden Mülls ertragen muß. Dagegen aussiebend vorzugehen verstößt gegen das — wohlgemerkt falschverstandene — Prinzip (eher: Tabu) der “Meinungsfreiheit” und wird sofort als “Zensur” beschimpft.)

Ich habe Herrn Lichtschlag auf der Edelmetallmesse in München auf genau diesen Punkt, die minderwertigen, herunterziehenden Kommentare auf seiner Seite, angesprochen und hatte damals das Gefühl, damit nicht gerade sehr gut anzukommen. Daß es jetzt doch zu dieser Entscheidung gekommen ist, freut mich. Es sind genau solche Dinge, die einem — unter all den Negativnachrichten, die meistens überwiegen — zwischendurch so ein richtig gutes Gefühl für den Tag mitgeben.

Lichtschlag schreibt u.a.:

Das Internet wandelt sich und wird in einigen Jahren anders aussehen als heute. Unmoderierte Kommentarbereiche, in denen hinter Pseudonymen versteckte Querulanten die Diskussion übernehmen und automatisch immer mehr nach unten ziehen, werden nach unserer Auffassung keine Zukunft haben. Solche Experimente, so unsere Beobachtung, scheitern so regelmäßig wie zwangsläufig. Es hat vielleicht etwas mit den Auswüchsen oder gar dem Wesen der Demokratie zu tun, aber niemals mit den Prinzipien Freiheit und Verantwortung (schon gar nicht mit Meinungsfreiheit), wenn unflätige Gäste sich danebenbenehmen und auch noch beleidigt sind, wenn man sie und ihren Unrat anschließend von seinem Eigentum dezent entfernt.

Ich würde denselben Mut Herrn Mross wünschen, den ich sehr schätze und dessen Kommentarbereich bei den mm-news von allen mir bekannten Web-Kommentarbereichen am meisten einer stinkenden Kloake ähnelt. Womit er dann leider seine Seite komplett diskreditiert.

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