Die Fed: Kartell erster Klasse
Das Geldmonopol liegt bei der Notenbank, so ist es in fast allen Staaten geregelt. Die berühmteste und wichtigste Notenbank ist das Federal Reserve System, kurz Fed, in den USA. Alleine sie hat die Befugnis, Dollars zu drucken und vergibt Kredite an die US-Regierung. Man sollte meinen, die Fed wäre eine Staatsinstitution – mitnichten: Die Fed bildet ein Geldkartell, das in keiner Weise dem Schutz der Währung, also des Dollars, verpflichtet ist.
Die meisten Menschen gehen davon aus, dass die Fed der Teil des Staatsapparates ist, der über die finanziellen Interessen der amerikanischen Bevölkerung wacht. Jedoch ist das Gegenteil richtig: Die Fed ist eben nicht Teil des Regierungsapparates, ja, sie ist nicht einmal verpflichtet, die landeseigene Wirtschaft und Währung zu schützen, obwohl sie eng mit der Regierung zusammenarbeitet.
Viele Finanzexperten bezeichnen die Fed und ihre Notenbank-Pendants in aller Welt als das größte Kartell der USA und Europas, wenn nicht sogar der ganzen Welt, vergleichbar mit einem Öl-Kartell. 1910 haben sich in New York die mächtigsten Banker von New York verbündet, um die immense Macht der Geldhäuser namens Warburg, Rothschild oder Rockefeller zu bündeln und kontrollierbar zu machen.
Eine Zentralbank war die Lösung: Dadurch wurde sichergestellt, dass sich die Mitglieder dieses Kartells an die Regeln hielten. Außerdem, und noch wichtiger, wurde eine enorme Macht konzentriert, die es erlaubt, den Markt zu kontrollieren und gefährliche Konkurrenz effizient auszuschalten. Am Wichtigsten jedoch war, dass diese Kartellbildung einen Freibrief der amerikanischen Regierung erhielt, ihre eigenen Geld-Interessen unter dem Schutzmantel des Staates als staatliche Geldpolitik durchzusetzen.
Eine höchst praktische Angelegenheit: Mit den amerikanischen Steuerzahlern hatten sie eine unendliche Geldquelle gefunden, die für die an die Regierung vergebenen Schulden für immer aufkommen würde. Die amerikanische Bevölkerung wurde glauben gemacht, dass die Fed im ureigenen Interesse der Amerikaner handeln und den Dollar schützen würde. Tatsächlich handelt die Fed hingegen genauso wie jedes Kartell: Sie schützt die wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder.
Dies sollte natürlich nicht offensichtlich sein, schließlich soll die Gans noch weiter goldene Eier legen. Ein Deckmantel aus falschen oder verborgenen Informationen schützt bis heute diese Sonderstellung der Fed und lässt sie weiter im Hintergrund die Fäden der Weltfinanzpolitik ziehen – natürlich vor allem zu eigenen Gunsten. Auch die aktuelle Finanzkrise zeigt dies deutlich: Die Umstände, die zum Ausbruch der Krise geführt haben, beweisen, dass das Wohl der Mitglieder der Fed immer über dem Wohl der Bevölkerung steht.
Trotz allgemeiner Bekanntheit dieser Tatsache genießt die Fed weitgehend unbehelligt ihre Privilegien. Die Fed wird weder belangt noch zur Rechenschaft gezogen. Auch eine Schwächung dieser exponierten Stellung ist nicht in Sicht. Der „Fed-Act“ schützt die amerikanische Notenbank vor etwaigen Schwächungen dieser Stellung. Finanzexperte Allan Meltzer konstatiert: „Es fällt mir kein einziges Beispiel ein, wo die Fed eine Krise verhindert oder Maßnahmen ergriffen hätte, um eine Reihe von Bankzusammenbrüchen zu verhindern.“
Vor diesem Hintergrund erscheinen die Pläne Barack Obamas als kompletter Wahnsinn, die Macht der Fed weiter auszubauen zum ultimativen Kontrollinstrument des Finanzsystems. Die Machtfülle des Geldkartells konzentriert sich noch stärker dadurch. Die Fed, und damit die großen privaten Banker sollen im Zuge dieses Plans die Kontrolle über Banken, Versicherungen und die bislang weitgehend unkontrollierten Hedge-Fonds bekommen, außerdem auch über alle „systemrelevanten“ Industriekonzerne wie General Motors, General Electric, IBM oder Microsoft.
Es geht noch weiter: Laut einem neuen Gesetzesentwurf soll die Fed nun auch die Befugnis erhalten, Institute zu zerschlagen und in die interne Firmenpolitik von Unternehmen einzugreifen. In dem neuen „Financial Stability Improvement Act“ heißt es im Abschnitt 1104, Paragraf fünf: „Sofern der Rat der Fed feststellt, dass die Größe einer Finanzholding-Gesellschaft oder das Ausmaß ihrer Aktivitäten eine Bedrohung für die finanzielle Stabilität der Vereinigten Staaten darstellt, hat der Rat die Möglichkeit, das jeweilige Unternehmen zum Verkauf von Vermögenswerten, auch außerhalb der Bilanz, und zum Unterlassen von Aktivitäten aufzufordern. Außerdem darf sie Auflagen für das Weiterführen der Aktivitäten machen.“
Ein Freibrief für die Fed, ihre Interessen bis in die Konzernzentralen der wichtigsten US-Unternehmen durchzusetzen. Statt die Macht dieses Kartells einzudämmen, statt zu erkennen, dass diese Einrichtung in hohem Grade mitschuldig ist an unserem hochmaroden Finanzsystem, wird ihre Macht noch verstärkt. Dadurch geraten Wirtschaft und Währung in eine noch viel stärkere Abhängigkeit als bisher.


