Ziemann: Euro-Exitus ante portas
Die größten Ratten, die das sinkende Euro-Schiff derzeit verlassen, sind nach Presseberichten die französischen Banken. Die stecken nämlich mit $700 Milliarden über alle Ohren in PIIGS-Staatsanleihen.
Aber im Gegensatz zu den ebenfalls stark involvierten deutschen Banken versuchen die Banker aus Frankreich, ihre PIIGS-Anleihen der EZB im Rahmen der Ankaufpläne zur Stabilisierung der Bond-Märkte unterzujubeln.
Die deutschen Geldinstitute ließen sich vor einigen Wochen noch vom Bundesfinanz-Minister die Zusage abschwatzen, bloß nicht die besonders stark betroffenen griechischen Staats-Papiere abzustoßen. Während das deutsche Banken-System die Endsiegs-Propaganda unserer Euro-Eliten immer noch zu glauben scheint, ergreifen deren französische Kollegen die Möglichkeit, sich ihrer Papiere an die EZB zu entledigen. Das heißt, dass auch die Bundesbank entsprechend ihres Anteils im Euro-System griechische Staatsanleihen zu kaufen habe.
Das Geld überweisen die Bundesbanker dann wohl direkt auf Konten in Paris.
Hier zeigt sich wieder einmal die in Deutschland besonders verbreitete Dummheit, nicht im Interesse des eigenen Landes beziehungsweise der eigenen Banken aktiv zu werden, sondern mit dem Kader-Gehorsam zum Euro den Franzosen eine einfache Methode zu eröffnen, ihre Probleme auf unseren Schultern zu lösen.


