Weltuntergang?
Trotz unseren Warnungen an den (noch) bevorstehenden Crash des Finanzsystems möchten wir eines deutlich klarstellen: Wir möchten keine Panik schüren, sondern nur das Bewusstsein für die kommenden Veränderungen schaffen. Das Geld- und Finanzsystem ist in seinem finalen Stadium, ein Ende unausweichlich. Das wird sicherlich nicht ohne Verrenkungen und Bauchschmerzen ablaufen, aber es gibt für alle Herausforderungen auch eine Antwort. Wir benötigen nur die richtigen Antworten.
Das, was uns als mögliche Perspektive vorgespielt wird, ist definitiv der Weg in die Sackgasse.
Wir kennen alle diese Crashszenarien, die teilweise dramatische Verwerfungen prognostizieren. Das sind Extrema, die nicht in dieser Form eintreten müssen und auch nicht alle eintreten werden.
Diese Extremszenarien sind ein deutlicher Kontrast zur “Es so geht weiter wie bisher” Einstellung.
Es wäre unklug, sein Leben nur noch auf mögliche oder unmögliche Extremsituationen auszurichten, die vielleicht nicht, oder sogar wahrscheinlich nicht, so eintreten.
Es schadet jedoch auch nicht, sich gedanklich mit solchen Szenarien auseinanderzusetzen. Veränderungen in die eine oder andere Richtung können unverhofft und plötzlich erfolgen, und der Mensch ist normalerweise zu träge, um sich den neuen Situationen entsprechend schnell anzupassen.
Wenn diese Veränderungen eintreten, so bleibt nicht erst lange Zeit für eine gründliche Analyse, es muss sofort gehandelt werden. Deshalb ist es wichtig, sich schon im Vorfeld damit auseinanderzusetzen. Vergessen Sie nicht, dass Ihre Lebensqualität in dem Maße abnimmt, je mehr Sie sich auf krisenartige Extremsituationen konzentrieren. Wie überall im Leben, ist das richtige Augenmaß wichtig. Zu sorglos und damit leichtsinnig zu handeln ist ebenso unangebracht, wie in Angst und Panik zu handeln. Wenn Sie sich Fertigkeiten aneignen, die Ihnen in einer Krise eine bessere Überlebensstrategie ermöglichen, so betrachten Sie das nicht zuletzt auch als eine Art Hobby. Als Bereicherung für Ihr Leben, die hoffentlich niemals eine existentielle Rolle einnehmen wird.
Im Falle des Zusammenbruchs unseres Finanzsystems wird es sicherlich auch zu einer empfindlichen Störung der Logistik kommen, doch das wird kein Dauerzustand bleiben. Wahrscheinlich werden wir nachher den ein oder anderen, lieb gewonnen Konsumartikel nicht mehr in den Regalen finden, aber damit man auch leben können. Ein Überfluss im Konsumbereich ist nicht unbedingt eine echte Bereicherung für unser Leben. Was danach kommt, muss nicht schlechter sein.
Wichtig ist, dass es danach wieder eine echte Perspektive gibt, weswegen wir den Crash in erster Linie als Chance begreifen sollten.
Kompliment — hervorragend auf den Punkt gebracht!
Mein Mail an Herrn Tafelmeier:
13. Juli 2010 - Weltuntergang?
Ihre Kommentare gehören zum Besten, was im Bereich des Themas Geldsystem/Systemkrise zu finden ist. Ich lese sie nun ständig und mit viel Genugtuung. Das ist alles sehr bodenständig, ausgewogen und klug geschrieben und bildet auch einen wohltuenden Kontrast zu der sonst leider so grassierenden Panikmache, dem Aufkochen von Ressentiments und den zweifelhaften Untergangsvorhersagen (oft auch noch mit Termin-Nennungen).
Deshalb auch hier nochmal meinen herzlichen Dank dafür.
GLR


