Die Inflation kommt
Die Preise steigen – allen Beteuerungen durch Statistik-Amt und Bundesregierung zum Trotz: Allen voran die Preise für Lebensmittel, doch auch alle anderen Güter des täglichen Bedarfs werden teurer. Es scheint so, dass nur noch Flachbildschirme günstig zu haben sind. Es ist so, dass sich nun die Auswirkungen der unendlichen Geldvermehrung in Form gestiegener Inflation zeigen.
Die enorme Geldmengenausweitung macht sich nun langsam bemerkbar: Die anziehenden Preise sind die direkte Folge der Inflation. Je mehr Geld im Umlauf ist, desto geringer wird seine Kaufkraft – eine einfache Rechnung. Von offizieller Seite wird zwar vehement das Gegenteil behauptet und auf niedrige Teuerungsraten verwiesen. Den Menschen wird Jammerei vorgeworfen, denn die Inflation gibt es von offizieller Seite her so nicht.
Doch das Geld, das weniger im Geldbeutel der Menschen ist, ist kein gefühlter Verlust, sondern bittere Realität. Die Statistik, die zu den Kennzahlen für Inflation führt, ist hochgradig manipuliert. Kerninflationsrate (im Warenkorb finden sich keine Energie und keine Nahrungsmittel), „qualitative“ Bereinigung der Preise und viele weitere statistische Kniffe und Tricks lassen die offizielle Inflationsrate erstaunlich niedrig erscheinen.
Das kann eigentlich gar nicht sein: In einem Papiergeldsystem, in welchem Geld aus dem Nichts erschaffen wird (das sogenannte Fiat-Money), kann es genau genommen nur Inflation geben – Deflation ist bei einer derartigen Geldmengenausweitung de facto nicht möglich, zumindest über einen längeren Zeitraum.
Deflation entsteht aus einer sinkenden Geldmenge – und daran haben Regierungen und Notenbanken aktuell überhaupt kein Interesse. Die Politik will weiterhin ihre Wähler umgarnen mit kurzfristigen Wohltaten, die eigentlich gar nicht zu finanzieren wären – gäbe es nicht die Wundermaschine, die immer wieder neues Geld ausspuckt. Daran haben auch alle Banker ein natürliches Interesse: Mehr Kredite ausgeben zu können, bedeutet, mehr Geld verdienen zu können.
Im 19. Jahrhundert gab es mal eine längere Phase der Deflation. Es war nur eine leichte Deflation, und sie tat der Gesellschaft ganz gut, denn wer fleißig und sparsam war, der wurde dafür belohnt. Nur für jene, die dauernd über ihre Verhältnisse leben und dies mit Krediten finanzieren wollen, ist Deflation etwas Schlechtes.
Viel wird momentan geredet und spekuliert: Kommt nicht eher eine Deflation als eine Inflation? Dies ist wirklich Humbug: Die massive Ausweitung der Geldmenge kann, zumindest mittelfristig, nur Inflation hervorrufen – eine Phase der Deflation ist höchstens für kurze Zeit denkbar. Das Szenario einer Hyperinflation bleibt weiterhin ein wahrscheinliches Szenario.
Quelle: Krisenvorsorge.com


