Alle Artikel mit dem TAG: Bailout

Der ‘Urquell’ allen Geldes

In Ergänzung zu meinem letzten Artikel, der die “wundersame” Methode der beliebigen Erzeugung ungedeckten Geldes zur “Lösung” der akuten Schwierigkeiten des Euros anspricht, soll hier die notwendige Aufklärung folgen:

Wie kann sich dieses längst bankrotte System dann doch immer wieder selbst retten? Das funktioniert wie folgt:

Der eigentliche “Urquell” des Geldes ist immer noch der Kopf der Falschgeldkrake, nämlich die FED. Diese stattet nicht etwa nur die USA oder US-Großbanken mit beliebig vielen Dollars aus, sondern auch die mächtigsten internationalen Banken, darunter etwa die Deutsche Bank oder die französische BNP Paribas.

Diese vorher geheimen Machenschaften wurden erst durch eine Initiative von Ron Paul und Alan Grayson ans Tageslicht gebracht:

Warum uns der Euro noch eine Zeitlang erhalten bleibt - um den Preis seiner Zerstörung

Ich wage wieder einen kurzen Ausblick. Der unabwendbare Staatsbankrott Griechenlands ist als solcher noch keine direkte Gefahr für den Bestand der Gemeinschaftswährung Euro, da es sich bei der Wirtschaft dieses Landes um eine vergleichsweise geringfügige Größenordnung handelt, die sich etwa auf das Volumen unseres Bundeslands Hessen beläuft. Gefährlich wird das Ereignis jedoch hinsichtlich des Kartenhauses von Krediten, die durch europäische Großbanken gedeckt sind. Man spricht im Moment davon, daß die französische Großbank Société Generale und die italienische Unicredit kurz vor der Pleite stehen. Selbst wenn dies nicht der Fall wäre, wirken sich die Marktgerüchte hier ungünstig aus und drücken den Aktienkurs erheblich nieder. Die Inter-Bankenkrise zieht auch weitere Großbanken mit sich, darunter die Deutsche Bank, deren Kurs ebenfalls stark gesunken ist, sowie die Commerzbank.

Bedeutet das nun, daß wir kurzfristig, also z.B. noch diese oder nächste Woche, einen Euro-Crash bekommen werden, mit unmittelbar nachfolgender Währungsreform? Da sich die Gewichte innerhalb der EZB gegen einen Stabilitätskurs verschoben haben (die Deutschen haben weniger das Sagen, Stabilitäts-Falken wie Weber und Stark wurden durch Schuldenbefürworter und Kredittrickser vom Schlage eines Asmussen ersetzt), wird man den Euro nicht aufgeben, sondern mit zunehmender Beschleunigung durch Gelddrucken verwässern. Damit wird die EZB denselben Weg gehen wie die FED: Schuldenmonetarisierung bis zum bitteren Ende, also bis zur Hyperinflation. Die deutsche Regierung wird, auch wenn die weit überwiegende Mehrheit der deutschen Bürger das ablehnt, hier hilflos zusehen müssen oder im Falle einer Machtübernahme der Opposition sogar bereitwillige Unterstützung auf diesem Weg leisten.

Es handelt sich hier um immer dasselbe Grundmuster, das gar nicht so schwer zu durchschauen ist und das ich in meinem Buch bereits leichtverständlich beschrieben habe: das Geldsystem läuft stets auf Banken-Bailouts hinaus, weil das System ungedeckten Falschgeldes ein Umverteilungsspiel ist: vom einfachen Bürger hin zu den Hintermännern des Zentralbankenwesens.

Die Bankenbailouts sind nichts anderes als unverhohlene Planwirtschaft. Sie haben nicht das geringste mit Kapitalismus oder Marktwirtschaft oder Demokratie zu tun. (Demokratie gibt es nur mit einem offenen, sich selbst frei und autonom regelnden Markt, bei dem die nicht mehr lebensfähigen Anbieter dem besseren Angebot natürlicherweise weichen müssen.) Diese verdrehte, verlogene Planwirtschaft, die schon seit Jahrzehnten mit Betrug (falschen, ungedeckten Werten), Statistikfälschungen und Korruption eines verfilzten, auf Günstlingswirtschaft basierenden Einheitsparteiensystems hinausläuft, ist nicht Demokratie — das kann man nicht oft genug betonen! Sie ist ihrer eigentlichen Natur nach Faschismus. Nur daß dieser Faschismus von den Medien, die sich in denselben Händen befinden wie die Zentralbanken, gedeckt wird und den Menschen durch immer weiter perfektionierte Massenpropaganda ständig neu als einziges Weltbild einsuggeriert wird.

An all diesen Abläufen und Zusammenhängen wird sich bis zum endgültigen Komplett-Crash nichts mehr ändern. Dieser wird aber noch eine Zeit brauchen, denn noch können weiter Schulden gemacht werden — noch ist dieses System nicht erledigt. Selbst bankrotte Großbanken können verstaatlicht, das Geld kann, auch wenn es sich um hunderte von Milliarden aus dem Nichts erzeugte Euros handelt, stets generiert werden — wenn nötig einfach auf Knopfdruck, sogar ohne Papierverbrauch. Profitieren werden dadurch immer mehr die Edelmetalle und eine Zeitlang auch noch andere Sachwerte wie Immobilien. Bei der letzten Phase der Krise werden die Edelmetalle dann als einziger sicherer Hafen für Werthaltung übrig bleiben.

MUST READ: Ziemann: Ist Irland ein deutsches Bankenproblem?

Dieser wieder mal sehr hellsichtige Ziemann-Beitrag (MUST READ!) legt die Hintergründe der Eurostaaten-Bailouts offen: Die übliche Vertuschungsversion, die in den meisten MSM, insbesondere im Fernsehen, zumeist propagiert wird, nennt die Wirtschaftspolitik der Einzelstaaten als Ursache für die (drohenden und bevorstehenden) Staatsbankrotte. In Wahrheit handelt es sich um einen Auswuchs des legalisierten Falschgeldsystems, bei dem Bailouts von vornherein eingeplant sind und für die beabsichtigte Umverteilung von unten nach oben sorgen sollen. Vorgeschobenes Motiv dieser Bailouts ist das “too big to fail” der Großbanken. Diese stecken insbesondere hinter der griechischen und der irischen Staatsverschuldung (dasselbe gilt aber auch für die meisten anderen Euro-Staaten).

Siehe meine früheren RR-Beiträge:

Siehe hierzu aber auch Meldungen der folgenden Art:

Es laufen einem kalte Schauer des Entsetzens über den Rücken. Nicht etwa nur deshalb, weil es nun für die deutschen Bürger ans Zahlen und damit um einen gravierenden Wohlstandsverlust gehen wird. Die Transferunion bedeutet nämlich nichts anderes, als daß Deutsche, die sich langjährig Wohlstand und Erspartes geschaffen haben, nun auf den Lebensstandard ihrer europäischen “Mitbrüder”, die eben dies nicht getan haben, herabgedrückt werden. Sondern es gibt noch eine Steigerung: Auch der Rechtsstaat wird nun endgültig abgeschafft und beerdigt.

Eine Transferunion ist nämlich sowohl von europäischen als auch von deutschen Gesetzen (z.B. Grundgesetz) strikt untersagt. Um sie dennoch zu errichten, muß daher aus Recht Unrecht gemacht werden — und daß unsere Regierung dazu entschlossen ist, wird in diesen Tagen wohl auch noch dem Dümmsten bewußt werden. Die bisherigen Gesetze stehen nur noch auf dem Papier; in der Realität wird eiskalt gegen sie verstoßen.

Daß das Bundesverfassungsgericht, das bekanntlich aus Parteigenossen ebenjener Lügenpolitiker besteht, hier noch hindernd einschreiten und gegen alle Parteipolitik für die Aufrechterhaltung rechtsstaatlicher Grundsätze sorgen wird, kann wohl nur noch ein extrem naiver Mensch glauben.

Einen Lichtblick gibt es indessen trotz alledem: Es ist gar nicht möglich, alle PIIGS-Staaten zu ‘bailouten’. Auch Deutschland ist bereits so verschuldet, daß kein Bürgen für die aufgehäufte Schuldenbilanz von Staaten wie Griechenland, Irland, Portugal, Spanien usw. möglich sein wird. Das ganze Konstrukt Euro wird so oder so kollabieren.

Quelle

Diese Regierung wird Deutschland an die Wand fahren

Leserkommentar zur Euro-Rettung durch Deutschland in Hartgeld.com:

Eines ist doch klar, und darüber sind sich ja auch alle kritischen Beobachter einig: Ein endloses Bailouten von praktisch pleitegegangenen Staaten führt letztendlich nur dazu, dass auch Deutschland pleitegeht. (…) Irgendwann reicht es den Bondhaltern, und sie stoßen auch die deutschen Staatsanleihen ab.

Und danach?? Dann kommt der totale Absturz für alle Euro-Staaten, ohne dass noch ein relativ starkes Land da wäre, das die Pleite-Staaten noch unterstützen könnte. Ein Festhalten am Euro auf Kosten Deutschlands ist also mittel- und langfristig das Verantwortungloseste, was die Regierenden machen können. Es könnte sogar darauf hinauslaufen, dass — wenn die Bevölkerung in allen Euro-Staaten erstmal total verarmt ist — der Hass aufeinander so stark ist, dass wieder Kriege innerhalb Europas möglich sind. Heutzutage wäre ein Krieg der Bevölkerung kaum zu vermitteln, aber das muss ja nicht so bleiben. Damit wären dann sämtlichen positiven Entwicklungen, die es nach dem 2. WK gab, wieder zunichte gemacht.

Die Alternative kann nur lauten: Deutschland muss MÖGLICHST SCHNELL raus aus dem Euro, damit der Euro fällt, solange Deutschland noch Kraft hat. Anschließend sollte Deutschland den Pleite-Staaten dann kräftig helfen, damit der Absturz dort nicht zu hart wird. Das müsste von klugen Politikern doch zu managen sein, oder? Das müsste auch in Zusammenarbeit mit den betroffenen Ländern kommuniziert werden, so dass kein unnötiger Hass auf Deutschland entsteht.Wenn in den betroffenen Pleite-Ländern verantwortungsvolle Politiker säßen, müsste das machbar sein. DENN: Der Absturz kommt sicher. “JE FRÜHER, DESTO BESSER”, müsste die Devise lauten - solange noch etwas zu retten ist.

Natürlich werden die deutschen Exporte extrem abstürzen. Na und??? - Das werden sie irgendwann sowieso. Je länger man wartet, desto stärker wird der Absturz sein und desto schwerer wird der Neuanfang danach werden.

Ich weiß auch, dass man von unseren aktuellen “Eliten” kaum etwas Vernünftiges erwarten kann. Aber ich kann kaum glauben, dass es nur die Deppen und Kurzsichtigen sind, die sich in der Politik durchsetzen. Ein paar vernünftige Leute, die hinter den Kulissen Strippen ziehen, muss es doch geben. Oder??

Meine Anmerkung: Es verhält sich genau wie in der Zuschrift beschrieben. In der jetzigen innereuropäischen Konstellation wird Deutschland dahin gebracht werden, für alle Staaten, die den Bankrott anmelden müssen, zu bluten. Da dies auf Dauer aber nicht geht, weil es zu viele Verschuldete gibt und zu wenige Zahler (auch Deutschland selbst gehört zu den Verschuldeten, bloß erhält es verglichen mit den besonders unsolide wirtschaftenden Staaten noch relativ eher Kredit), werden wir auch hier den Staatsbankrott erleben.

Eine andere Möglichkeit gibt es aber allein schon aufgrund des herrschenden Falschgeldsystems nicht. Die Alternative bestünde darin, die Auswirkungen dieses Falschgeldsystems in unserem Land unabhängig von den anderen Ländern einzudämmen bzw. zu stoppen.

Ich sehe bei der jetzigen politischen Einheitspartei in Deutschland, also CDUFDPSPDGRÜNELINKE, keinerlei Ansatz zu einer Änderung der gesamteuropäischen Bailout-Linie. D.h. die deutschen Bürger werden auf das Niveau der ärmsten Bürger in den ärmsten Teilnehmerstaaten der EU heruntergebracht. Man kann das sogar als Kernprogramm dieser Parteien und ihrer Politiker verstehen. Und auch die Bevölkerung befindet sich nicht an dem Punkt, dagegen einzuschreiten. Sie motzt und meckert zwar kräftig herum, zieht aber keine Konsequenzen. Das ist das typisch deutsche obrigkeitsgläubige Verhalten, bei dem man sich willig verbraten und verraten läßt, Hauptsache die Opferung ist “von oben”, vom Staat (BRD) oder Führer (Nazideutschland) oder vom bürokratischen System (DDR) “beschlossen”. Dann ist sie ja auch amtlich. Und für das, was amtlich ist, waren Deutsche schon immer bereit sich zu opfern und aufs eigene Denken zu verzichten.

Man kann sich darüber ärgern, aber ändern wird man es nicht. Es hat sich ja auch noch nie geändert. Sollte jemand in der historischen Überlieferung der Deutschen ein entgegengesetztes Beispiel finden, dann kann er es mir gerne mitteilen. 

Studie: Euro-Rettungsschirm verletzt Grundgesetz und EU-Recht

Was wir schon lange wußten, wird nun auch von einer Studie bestätigt:

Der von der Europäischen Union beschlossene Euro-Rettungsschirm verstößt einer Studie zufolge gegen das deutsche Grundgesetz und EU-Recht.

Zudem sei die Öffentlichkeit über die Ausgestaltung des Euro-Rettungsschirms in einigen Punkten getäuscht worden, heißt es in der vom Freiburger Centrum für Europäische Politik (CEP) angefertigten Studie, wie die Tageszeitung “Die Welt” am Montag berichtete. Anders als behauptet sei der sogenannte Europäische Finanzierungsmechanismus beispielsweise nicht auf drei Jahre begrenzt, sondern “zeitlich unbefristet installiert”, zitiert die Zeitung aus der Studie.

“In der Öffentlichkeit wurde verbreitet, dass die EU maximal 60 Milliarden Euro an Anleihen aufnehmen darf. In der Verordnung findet sich eine entsprechende Regelung jedoch nicht”, heißt es in der Studie weiter. Das Gleiche gelte für die Befristung auf drei Jahre. Einen Bruch von EU-Recht stelle der Rettungsschirm auch deshalb dar, weil das Europäische Parlament dem Beschluss hätte zustimmen müssen. “Die Verordnung erfüllt damit nicht die vom EU-Recht gestellten formellen Voraussetzungen.” Grundsätzlich gelte zudem, dass die EU keine Anleihen ausgeben dürfe, um einen Beistand für einen Euro-Staat zu finanzieren. Auch die vom Verfassungsgericht verlangte Mitwirkung von Bundestag und Bundesrat sei unzureichend gewesen.

Quelle: ibtimes.com