Alle Artikel mit dem TAG: Europa

Staatsverschuldung und Bankrun

Alle kurz vor dem Schuldenkollaps:

Angst vor Bankensturm in Griechenland
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In Griechenland werden bereits die Banken gestürmt und alles, was noch zu bekommen ist, abgehoben.

In Spanien dasselbe.

Es ist wie ein Lauffeuer.

Ich bin gespannt, wann auch die bislang so treuherzig-gutgläubigen Deutschen, die bislang noch auf jede Regierungslüge hereingefallen sind, ebenfalls auf den Trichter kommen werden.

In diesen Tagen, wo Deutschland zögert, einem zahlungsunfähigen Griechenland aus der Patsche zu helfen, äußern Europäer und Amerikaner gleichermaßen ihre Besorgnis, wir würden unseren europäischen Enthusiasmus gegen platten Nationalismus eintauschen. Ich glaube, es ist genau anders herum. Es sind die anderen, die nie mit einem umfassenden Europa einverstanden waren und jetzt sind sie erstaunt, dass unsere Ressourcen zur Neige gehen.

Lassen Sie mich das erklären. Deutschland ist wahrscheinlich immer noch der größte Europa-Gläubige auf dem ganzen Kontinent. Wir werden nicht nationalistischer, nur realistischer. Jahrzehntelang haben wir die Last des europäischen Projekts getragen. Wir haben für alle Budgets und Projekte welche die EU je erdachte, den Löwenanteil gezahlt,. Wir haben unser nationales Interesse hintangestellt. An einer Kriegsneurose leidend und nach dem 2. Weltkrieg voller Scham haben wir uns nach einer neuen Identität gesehnt. Wir wollten mehr Europäer sein als wir Deutsche sein wollten. Das war unsere Geisteshaltung während des gesamten Kalten Krieges. Das blieb so auch noch eine lange Zeit nach dem Fall der Mauer.

Es war uns klar, dass unsere Miteuropäer den Weg eines vereinten Europas nicht weiter gehen wollten. Sie wollen es immer noch nicht. Das war es aber, was uns versprochen wurde, als wir die Mark zugunsten des Euros aufgaben. Uns wurde feierlich erklärt, die Währungsunion sei nur das eine Standbein, das andere würde eine vollständige politische Union sein.
Die Mark war die Flagge von Deutschland, unsere Identität. Die Deutschen vertrauten ihrer Zentralbank mehr als jeder politischen Gewalt. Die Bundesbank hielt die Währung stabil, und wir liebten Stabilität. Und doch gaben wir all dies auf für den Traum der „Vereinigten Staaten von Europa“. Aber niemand träumte mit uns.

Die meisten europäischen Regierungen wollten auf zwei Hochzeiten tanzen.- Nationalstaaten bleiben während sie wirtschaftliche Solidarität erwarteten. Das ist so, als würde jemand ein eigenes Bankkonto haben wollen und von seinem Nachbarn erwarten, ihn vor einer Überziehung des Kredits zu schützen.

Heute werden die Deutschen des Egoismus und des Nationalismus beschuldigt, weil sie zögern, anderen Ländern aus der Patsche zu helfen. Alte Anschuldigungen machen die Runde. Ist es das, was das europäische Projekt ausmacht, entweder Deutschland zahlt die Rechnung oder unsere Vergangenheit wird gegen uns in Stellung gebracht?

Durchsage an Europa: Wir würden immer noch gerne zahlen, aber das Geld ist nicht mehr da. Deutschland hat immer noch ein paar starke Industrien, aber als Land insgesamt ist sein Wachstum zu schwach um für seine schrumpfende und alternde Bevölkerung aufzukommen.

Jetzt hören wir: „Ich will Geld“. Punkt. Nun, wenn Europa nur eine Sache des Geldes ist, dann fürchte ich werden Deutsche bald versucht sein zu sagen: „Wir wollen unsere Mark zurück!“.

Übrigens, hier geht es nicht nur ums Geld. Wenn es nur das wäre, dann würden wir wahrscheinlich die Zähne zusammenbeißen, wie wir es immer tun. Es geht um unsere gemeinsame Währung. Wir haben alle geschworen, sie stabil zu halten. Wenn wir diesen Schwur brechen, bringen wir unsere Union in Misskredit.

Das kalte Entsetzen hallt nach

Zwar hatte ich den Griechenland-Bailout aufgrund der innewohnenden Gesetzmäßigkeiten des Fiat-Geldsystems schon seit langem prognostiziert; es ist also genau das eingetroffen, was zu erwarten gewesen ist, und alle Hoffnungen oder Voraussagen auf ein Zerbrechen von Euroland, Einführung neuer Währungen etc. haben sich als falsch erwiesen. Trotzdem hallt bei mir das kalte Entsetzen über die brutale Zerstörung und Opferung deutscher Volksinteressen durch die “eigenen” Volksvertreter (nun definitiv: Volksverräter) nach.

Der gestrige Tag markiert für mich ein (auf sehr häßliche Weise) historisches Datum, und um eine ähnliche derartige, für dieses ganze Land und seine Menschen vergleichbar fatale Vernichtungsaktion zu finden, muß man wahrscheinlich bis zum unseligen Beginn des 2. Weltkriegs zurückgehen. Was gestern passierte, das ist die komplette Aufopferung deutscher Interessen zugunsten eines totalitären, zentralistischen Europas — und das sogar unter Verstoß auch gegen europäische Verträge (Maastricht, Lissabon). Die in diesen Verträgen untersagte und klar ausgeschlossene Transferunion (ein Land zahlt die Schulden für ein oder mehrere andere in der EU) tritt nun in Kraft. Das bedeutet ein Herunterdrücken des Wohlstands in unserem Land auf die unterste in der EU vorhandene Stufe. Leistung und Arbeit wird mit Nichtleistung und Schmarotzertum gleichgestellt — was nichts anderes heißt, als daß der Fleißige in Zukunft der Dumme sein wird. Aber auch auf politische Autonomie und Souveränität wird endgültig verzichtet. Deutschland wird als Vorreiter eines umfassenden kulturellen und politischen Identitätsverlusts auserkoren. Zugleich wird damit die Abstrafung als Verlierer zweier Weltkriege erst so richtig zur Perfektion gebracht — und das trifft auch noch eine Generation, die diese Kriege gar nicht miterlebt hat und dafür auch niemals wirklich verantwortlich gemacht werden könnte.

Fast noch schlimmer ist die Einheitsmeinung sämtlicher in den deutschen Parlamenten vertretenen Parteien sowie die Einheitsmeinung praktisch sämtlicher deutscher Medien — beide in diametralem Gegensatz zu 80-90% des Volkswillens stehend. Damit präsentiert sich die Politik als einhellige Betrüger- und Verräterclique, und die Mainstreammedien präsentieren sich als einhelliges Propagandasprachrohr. Wenn das nicht nach dem Heraufdämmern eines neuen Totalitarismus stinkt, dann weiß ich nicht, was es sonst sein soll!

Es gäbe sicher noch viel mehr zu kommentieren, und ich könnte konkrete Beispiele anführen, um meinen Gesamteindruck zu untermauern. Mir fehlt jedoch zur Zeit jeder Antrieb, das zu tun. Was hier in Gang gesetzt wurde, das wird sich in seinen Auswirkungen erst in den kommenden Monaten und Jahren zeigen. Die meisten Bürger sind noch nicht direkt betroffen, was ihren Wohlstand oder ihre sonstigen Verhältnisse betrifft; das wird sich erst nach und nach in Gestalt von Steuer- und Abgabenerhöhungen, allgemeinen Preissteigerungen, Sozialkürzungen und einem weiteren generellen Sinken des Lebensstandards äußern — und wenn die Verschuldung dann erst so richtig crasht, wird sich der Verfall jäh beschleunigen und die wirklich tiefgreifenden Konsequenzen zeitigen.

Es gilt für den Moment, sich klarzumachen, welche Weichen hier gestellt wurden und in welche Richtung die Politiker uns führen wollen. Dieser Staat beginnt jetzt seine häßliche Fratze zu zeigen, und es wird, solange dieses Regime nicht kollabiert, nicht besser, sondern noch um einiges schlimmer werden. Wer von den zur Zeit im Vordergrund stehenden Parteien und ihren Politikern noch Hilfe, Unterstützung — oder einfach nur ein Minimum an demokratischem Verständnis — erwartet, der muß von nun an als Traumtänzer gezählt werden, der jeglichen Realitätssinn verloren hat.

Gehen wir schlicht und einfach davon aus, daß Merkel-Deutschland wie immer der Musterknabe Europas und der Lieblingsschüler der USA sein wird. Die Bundeskanzler der BRD haben europäische Probleme immer mit dem Scheckbuch gelöst, so wird es auch diesmal erfolgen. Merkel wird einen Schattenhaushalt eröffnen, vermutlich über die KfW, damit die BRD nicht als Staat hilft. Griechenland bekommt das Geld, das es haben möchte. Das wird ein paar Wochen oder Monate gut gehen, mehr nicht. Der nächste Euro-Staat, der massive Hilfen benötigt, wird bald anklopfen.

Nach den Wahlen vom 9. Mai werden in Merkel-Deutschland die Steuern erhöht. Die Mehrwertsteuer ist wahrscheinlich, aber auch die Pkw-Maut möchte ich nicht ausschließen. Vielleicht fällt unseren Regierigen sogar eine ganz neue Steuer ein, Hauptsache es kommt Geld in die Kasse. Diese Aktion wird wie 2006 während der Fußball-Weltmeisterschaft durchgezogen, da bricht plötzlich hektisches Regieren aus. Merkel setzt darauf, daß danach die Urlaubszeit beginnt und sich die Leute entspannt daran gewöhnen, daß die Weltmeister im Steuerzahlen bald noch mehr ausgeplündert werden.

Der Euro ist durch solche Flickschusterei nicht zu halten, denn die Situation in Europa ist nicht mehr zu retten. Portugal, Italien, Spanien, Irland, aber auch Belgien – die Schuldenkönige werden alle instabil und benötigen eigene Rettungspakete. Diese werden dem Euro den Todesstoß versetzen.

Merkels Umfaller 3

Ziemann:

Wir werden für die Rettung der Südländer zahlen müssen. Der in der Presse als Sieg Merkels verkaufte Kompromiss ist eine bittere Niederlage für den deutschen Steuerzahler. Die Euro-Länder sind jetzt nicht mehr durch einen Stabilitätspakt, sondern durch eine Schuldengemeinschaft miteinander verschmolzen. Das heißt: Der eine muss im Notfall für die anderen zahlen. Und es gibt viele Notfall-Kandidaten in der Euro-Zone.
Ein Dammbruch im Euro-System. Während Irland derzeit durch massive Einsparungen und Steuererhöhungen versucht, die Konvergenz-Kriterien für den Euro entsprechend des Stabilitätspaketes zu erfüllen und dafür eine schwere Rezession riskiert, wollen Griechenland & Co diesen Weg anscheinend nicht gehen. Sie beschimpfen lauthals ihre Gläubiger und fordern gemeinschaftliche Rettung ein.

Noch fließt kein Geld, aber ob der Zeitpunkt, wo es kritisch wird, bis nach der Wahl in NRW verschoben werden kann, ist wohl zu bezweifeln. Da mögen die Hilfen der EZB, griechische Staatspapiere zu monetarisieren, auch kurze Entspannung am Markt bringen. Der Tag der Abrechnung wird trotzdem kommen.

Angela Merkel hat in Wirklichkeit ihr eigenes (politisches) Todesurteil unterschrieben.

Der Bürger versteht, dass er zahlen muss und dass Merkel überhaupt nichts zum Wohle seines Volkes erreicht hat. Merkels ist wieder einmal umgefallen – so lautet langläufig die Botschaft, die man den Leser-Kommentaren entnehmen konnte. Ich konnte keinen Kommentar identifizieren, der auch nur annähernd den Optimismus der Presse geteilt hat.

Interview mit Nigel Farage. Farage hat auch hier wieder recht: Jeder der europäischen Staaten wäre als eigenständige Demokratie (!) ohne die EU viel besser dran. 

Merkels Umfaller

Jetzt ist trotz aller anderslautenden Ankündigen (Bildzeitung etc.) der Umfaller der Dame Merkel passiert.

Wie in meinen RR-Artikeln prognostiziert:

Siehe auch:

Natürlich verrät Frau Merkel damit das deutsche Volk und begeht eklatanten Bruch ihres Amtseides. Aber nachdem ich gestern (leider) Teile ihrer “Regierungserklärung”, die sie im Bundestag vorgetragen hat, angeschaut hatte, konnte ich nichts anderes erwarten. Diese Frau versteht sich nicht als Interessenvertreterin der Deutschen, sondern verfolgt einen schwammigen Begriff der “europäischen” Interessenvertretung.

Sehen Sie Anzeichen für die Stimmung: „EU-Vertrag hin oder her, Deutschland muß Griechenland helfen!“?

Bandulet: Ja. Vor allem die angelsächsische Presse spekuliert darüber, wann die Bundesrepublik Deutschland Geld für Griechenland locker macht. Es wären dann aber auch Frankreich und der IWF als Helfer mit dabei. Aber das ist ja genau einer der Gründe, weshalb ich von Anfang an den Euro kritisiert und ihn als einen schweren Fehler bezeichnet habe. Der Euro wurde von Anfang an von Deutschland bezahlt. Wenn wir am Höhepunkt der Krise in Griechenland sein werden, wird der Druck auf Berlin immer stärker werden, endlich Geld locker zu machen.

Haben wir überhaupt die richtigen Politiker in Berlin, die einem solchen Druck standhalten können?

Bandulet: Nein. Die richtigen Leute sind das ohnehin nicht. (…) Man muß sich wirklich fragen, in welchem Interesse die deutsche Politik hier handelt – im eigenen nationalen Interesse sicherlich nicht. Aber das ist ja auch in anderen Politikfeldern zu beobachten, wie beispielsweise in der Außenpolitik. Wir sind mit der Bundeswehr in Afghanistan. Und das nicht, weil wir denken, dies sei in unserem Interesse, sondern weil dies im US-amerikanischen Interesse ist.

Deutschland müßte sich sowohl aus Afghanistan als auch aus dem Euro zurückziehen?

Bandulet: So ist es. Das wäre nationale Interessenpolitik. Allerdings hat sich die Politik in Berlin längst in ein System verstrickt, aus welchem sie nicht mehr so schnell herauskommt.

Dr. Bruno Bandulet - endlich verständlicher Klartext.

Wieweit kann man das deutsche Volk jetzt strapazieren?

Ich bin mal gespannt, wieweit “unsere” Politiker (und deren Medienpropagandisten) jetzt das deutsche Volk strapazieren können werden. Es ist ja seitens der EU alles für eine große Verarsche angerichtet, bei der es darum geht, die deutschen Schafe kräftig zu scheren und gleichzeitig derart gehirnzuwaschen, daß diese es nicht merken — bzw. sich selbst auch noch freiwillig dafür zur Verfügung stellen!

Wurde doch diesem Volk seit vielen Jahrzehnten eingeredet, die eigenen Interessen hätten hinter denen der anderen hintanzustehen — pausenlos suggerierte Scham- und Reue-Pflicht (mit der eine gar nicht mehr zuständige Generation für ihre Vorfahren zu büßen hat) wurde in eine große Europa-Gläubigkeit, eine neue Vision von Solidarität und Einigkeit und multikultureller Freude kanalisiert. Bis es dann dieses Volk gar nicht mehr gibt, sondern nur noch eine zufällig in der Mitte Europas lebende ”Bevölkerung”, der weder eigene Interessen noch eigene Fähigkeiten zugestanden werden. Ja, selbst für ihre Leistungsbereitschaft, Innovationskraft und ihren Arbeitseinsatz sollen sich diese Menschen schuldig und minderwertig fühlen. Dankbar sollen sie die Werte, die sie geschaffen haben, den anderen schenken — die sie dann sofort in ein Schuldenfaß ohne Boden kippen und dort verschwinden lassen werden, um alsbald wieder (Süchtigen gleich) die nächste Zufuhr an Werten und Leistungen zu fordern.

Wie gesagt — ich bin gespannt. Und nicht sehr optimistisch. Ich fürchte, das Spiel, das schon so oft geklappt hat, wird auch weiterhin klappen.  

Das Euro-Prestigeprojekt ist gescheitert. Je früher Deutschland aussteigt, desto geringer wird der Schaden zu Lasten des deutschen Volkes werden.