Ziemann: Entsolidarisierung
Der Sozialstaat hat sich inzwischen jedoch so weit ausgeweitet, dass die Zahl der Bedürftigen sich der Zahl der Einzahler in dieses System nähert. Die Sozialsysteme werden nun systematisch ausgenutzt. Wenn einer von Solidarität redet, dann wissen die Einzahler in das System, dass neue Steuern und Abgaben drohen. Der Begriff der Solidarität hat sich nun zu einer Gefahr metamorphosiert.
Am Schluss des Sozialstaates steht dann der Sozial-Faschismus, der von totaler Kontrolle und Unterdrückung geprägt ist. Mit dem Erreichen dieser Phase wird der Staat an seinem eigenen Geldhunger auseinanderbrechen. Mit dem Ende der staatlichen Steuer- und Sozialeinzieher werden sich die bisherigen Zahler ihrer Verpflichtungen für den Sozial-Staat im Allgemeinen und abhängigen Bürgern im Besonderen entziehen. Solidarität ist jetzt nur noch ein Kampf um das eigene, persönliche Überleben: Jeder denkt nur an sich.
Am Ende dieser Entwicklung werden wir wieder dort anfangen müssen, wo unserer letzter Sozial-Zyklus begann: Bei der Großfamilie.
Siehe auch: Sozialstaat vor Kollaps


