Überlebt Ihr Vermögen das Ende des Euro?
Exklusiv-Interviews mit dem ehemaligen BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel und mit FDP-Euro-Skeptiker Frank Schäffler.
Überlebt Ihr Vermögen das Ende des Euro?
Exklusiv-Interviews mit dem ehemaligen BDI-Präsidenten Hans-Olaf Henkel und mit FDP-Euro-Skeptiker Frank Schäffler.
FDP fürchtet Niederlage bei Mitgliederentscheid
Natürlich ist hier bereits der Titel falsch. Richtig wäre: ”FDP-Parteispitze fürchtet Niederlage.”
Die FDP ist genauso eine antidemokratische Blockpartei wie die übrigen im Bundestags als Farbschattierungen der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands auftretenden Funktionärscliquen. Der Mitgliederentscheid könnte zur Demaskierung dieser geläufigen Art von Lügenpolitik führen. Deshalb ist Schäffler der Erfolg zu wünschen.
Eine andere Frage würde sich aber dann anschließend noch erheben: Wäre die FDP überhaupt imstande, ein der Parteiführung nicht genehmes Mehrheitsvotum zu akzeptieren? Ich fürchte: nein.
Historische Rede vor dem deutschen Attrappenparlament: Frank Schäffler, noch FDP, zum Euro-Rettungsfonds EFSF, am 29.09.2011
Die Fädenzieher hinter den Kulissen hatten diese Rede noch bis zuletzt zu verhindern gesucht:
Insgesamt stimmten nur ganze drei (!) Mitglieder der FDP-Fraktion gegen den sogenannten “Rettungsschirm”. Soviel zum Thema “neue, eurokritische FDP kehrt zurück zur Interessenvertretung der Wähler”.
Siehe meine Kommentare im Blog von Jürgen Elsässer, zu dessen Beitrag FDP-Rebellen können Euro-Wende erzwingen! Unterstützen wir sie!
Ein paar Kollegen und ich haben uns mit „Bürger stehen auf“ monatelang Arbeit an den Hals gehängt und als 0%-Initiative aufgerieben, ohne daß was dabei herauskam. Die PDV wird auch nichts erreichen. DIE FREIHEIT ist keine Alternative. Von den neugrünen PIRATEN ganz zu schweigen. Wenn man das alles verstanden und erlebt hat, kann man Ihren interessanten Überlegungen besser folgen.
Soeben mailte ich meinem Partner, mit dem ich schon öfters überlegt habe, warum Schäffler nicht aus der FDP austritt und eine eigene Anti-Euro-Partei aufmacht, etwa mit Henkel, Hankel usw.: „Schäffler nutzt die FDP als Plattform. Wenn er austreten würde, wäre er aus den Medien raus. Er würde nur austreten, wenn er woanders eine bessere Plattform bekäme.“
Ihr Ansatz ist insofern richtig, als man den Hebel an der wirkungsvollsten Stelle ansetzen muß. Das ist im Moment nicht die hundert-erste 0,01%-Partei und auch keine neue APO, und es sind auch nicht Demonstrationen mit 100 Leuten vor dem Kanzleramt oder vor der Bundesbank.
Die Frage ist einfach immer: Wo läßt sich die größte Wirkung entfalten. Bisher baut sich ja eine immer größere Welle im Internet auf, nun wäre es Zeit für einen weiteren Schritt.
Sie sind erfahren genug, um selbst zu wissen, was hier am besten paßt.
Gruß
GLR
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Die Sache scheint recht schnell eine Eigendynamik zu entwickeln. Auf http://www.handelsblatt.com kann man das gut verfolgen:
15:06: „Wir können den Rettungswahnsinn verhindern“ – FDP-Hardliner Frank Schäffler sieht seinen Kurs in der Euro-Krise bestätigt: Seine Partei wird immer mehr zum Hort der Euroskeptiker. Die FDP wendet sich von Europa ab – auch um endlich aus dem Umfragetief zu kommen.
17:30: „Euro-Politik spaltet die FDP“ – Die Liberalen gehen mit antieuropäischen Positionen auf Stimmenfang: Euro-Rebell Schäffler will den FDP-Abgeordneten die Ablehnung des Rettungsschirms gar per Mitgliederentscheid verordnen. Doch nun regt sich Widerstand.
Mehr kann man von der einen Person Schäffler nicht erwarten; der kann nicht den ganzen Kurs von heute auf morgen umändern. Aber wenn man die sehr sachlichen, gar nicht mehr so pro-euro-propagandistischen Artikel liest und auch die Kommentare, merkt man, daß Schäffler hier die Wahrheit auf seiner Seite hat und ihm einiges an Energie zuwächst.
Politik ist eine multidimensionale Sache, kein stures Vorangehen auf einer einmal festgelegten Linie. Was jetzt passiert, ist, daß die Deutschen allmählich aufwachen und sich auf vielen Plattformen artikulieren, per Briefen, Zeitungszuschriften, Kommentarspalten und und und…
Das muß eine kritische Masse erreichen. Jeder muß heraus aus seiner bequemen Zuschauerhaltung und realisieren, daß auch er – scheinbar „klein und unbedeutend“, wie er ist – Wirkung haben kann. Jeder kann etwas tun!
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- Alle paar Jahre sein Kreuzchen machen,
- Parteien mit 3 Buchstaben
- wahl-o-mat
= KINDERGARTEN!
Wer auf dieser geistigen Ebene, die seit zig Jahren jedem Kind anerzogen wurde, verharrt, den nenne ich „Totengräber der Demokratie“ und Beihelfer zum heutigen Merkel- und EU-Regime. Das ist Selbstkastration, und da sind wir alle zusammen heute.
Hier geht es aber jetzt um mehr, um viel mehr. Da würden viele erst merken, was es heißt, hier in Deutschland wirklich zu leben – und aus dem eigenen finsteren Loch, in dem man (geistig) bislang vegetiert hat, herauszukommen.
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Ich möchte dazu eine andere, vermutlich ungewohnte Perspektive vorschlagen. Parteien sehe ich nicht als Behältnisse, „in“ die man sich begibt oder mit denen man sich gar identifiziert. Dann werden sie zur Beschränkung. Und wenn man schon so denkt, bevor man sich dort „hinein“ begibt, dann hat man sich schon verkümmert: Ende der Freiheit. Dort laufen dann die üblichen Mobbereien, Intrigen und Hahnenkämpfe ab (wie überall in solchen Gruppen, ob Fußball- oder Kaninchenzüchterverein). Wer sich mit solchen Gruppen (v.a. politischen Parteien, die darin mehr Religionsgemeinschaften ähneln) identifiziert, der läuft mit einem unsichtbaren Schild herum, da steht drauf: Partei XYZ, die Guten, wir müssen alle überzeugen, zu uns zu kommen, und dann werden wir die Welt beglücken. Das meinte ich mit „Kindergarten“. Es ist Retardierung; die Erfahrungen, die man da sammelt, schaden mehr als sie nützen. Weil es nicht funktioniert.
Das andere ist meine Idee der Plattform. Wo kann ich mich am meisten einbringen, wo lerne ich dazu, was fördert nicht zuletzt auch meine Entwicklung? Wo kann ich mein Anliegen am besten vertreten? Bei mir geht das über Kommunikation, am besten z.Zt. übers Internet, aber auch über persönlichen Austausch. Auch über Bücherschreiben. Das bringt mir mehr als Diskussionen, bei denen nichts herauskommt. So etwas ist für mich pure Zeit- und Energieverschwendung.
Eichelburg (den ich hier nicht als Vorbild hinstellen möchte, sondern als Beispiel), erreicht mit seiner Webseite viel mehr, als wenn er in einer Partei wäre. Das ist sein Ding; da geht für ihn die Post ab, und das überträgt sich dann auf viele. Dadurch entsteht Bewegung, Änderung.
Ich finde, man muß sich zeigen, sich einbringen, offen und ehrlich beitragen, was man beitragen kann – dann entwickelt sich das von selbst weiter. Solche Leute, die etwas anzubieten haben und die selbst dabei immer weiter lernen und sich entfalten, wirken wie Leuchttürme, inspirieren andere, ermuntern andere, ebenfalls herauszukommen aus dem „finsteren Loch“. Das Wichtigste ist, die Angst zu verlieren und die Selbstzweifel, ein unwichtiges, kleines Etwas zu sein, und um einen herum einer große, übermächtige Welt. Denn das ist Selbstbetrug.
Wenn wir mehr werden, die diesen Selbstbetrug überwinden, wird sich auch in diesem Land etwas ändern. Dann sind wir – allein schon als einzelne Person – viel mächtiger als alle Merkels und Obamas; denn das sind nur unfreie Marionetten.